26 February 2026, 06:25

Tiefflug-Albtraum in Brandenburg: Bundeswehr-Manöver erschüttern Anwohner seit 2023

Eine Gruppe uniformierter Personen steht vor einem Flugzeug auf der Lackland Air Force Base, mit Gebäuden, Polen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Tiefflug-Albtraum in Brandenburg: Bundeswehr-Manöver erschüttern Anwohner seit 2023

Tiefflug-Manöver der Bundeswehr erschüttern seit Ende November 2023 Gemeinden im Nordwesten Brandenburgs

Bis Februar 2026 registrierten lokale Behörden und Umweltschutzverbände über 1.200 Übungsflüge, bei denen Militärmaschinen teilweise nur 75 Meter über Wohnhäusern flogen. Der Lärm, der oft 120 Dezibel erreicht, hat Befürchtungen über Gesundheitsrisiken und Sicherheitsgefahren ausgelöst.

Die deutsche Luftwaffe führt diese Manöver durch, um Piloten im Ausweichen vor Radarerfassung zu trainieren. Anders als zivile Flughäfen – etwa der Berliner BER, wo der Lärmschutz bei 65 Dezibel liegt – unterliegen militärische Übungen keinen solchen Beschränkungen. Die Tiefflüge überschreiten diese Grenzwerte damit deutlich.

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Ein Vorhaben, die Übungen auf ein ehemaliges sowjetisches Truppenübungsgelände zu verlegen, scheiterte nach Protesten von Bürgerinitiativen und einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2009. Das Gericht entschied, dass ein formelles Planfeststellungsverfahren nötig gewesen wäre, was das Projekt um mehr als ein Jahrzehnt verzögert hätte. Stattdessen setzte die Bundeswehr ihre Operationen in Brandenburg fort, wo die Landesregierung betont, in Verteidigungspolitik keine Entscheidungsbefugnis zu besitzen.

Lokale Abgeordnete, darunter der Vertreter Lehmann, kritisierten die mangelnde Transparenz und Kommunikation seitens der Verantwortlichen. Eine parlamentarische Anfrage forderte Auskunft über Flugpläne und Lärmminderungsmaßnahmen, doch Brandenburgs Infrastrukturminister blieb in seinen Antworten vage. Er verwies darauf, dass die Zuständigkeit allein beim Bund liege – regionale Behörden hätten keinerlei Kontrollmöglichkeiten.

Die Flüge gehen weiter, mit Lärmpegeln nahe der Schmerzgrenze und Absturzrisiken, die ernsthafte Gefahren bergen. Die Landesregierung kann nicht eingreifen, während Anwohner klarere Informationen und besseren Schutz fordern. Die Bundesregierung hat die wachsenden Bedenken zu Gesundheit und Sicherheit bisher nicht aufgegriffen.