Müller-Chef ermutigt CDU zu Koalition mit AfD - Theo Müller fordert CDU-AfD-Bündnis und löst politische Debatte aus
Milchmilliardär Theo Müller löst Debatte aus, indem er CDU zu Bündnis mit der AfD in Baden-Württemberg auffordert
Der Molkereimagnat Theo Müller hat eine Kontroverse ausgelöst, indem er die CDU drängte, in Baden-Württemberg eine Koalition mit der rechtspopulistischen AfD in Erwägung zu ziehen. Seine Äußerungen folgen der knapp entschiedenen Landtagswahl, bei der die Grünen knapp an der Macht blieben, während CDU und AfD deutliche Zugewinne verzeichneten.
Bei der Wahl 2026 in Baden-Württemberg erreichten die Grünen 30,2 Prozent der Stimmen – ein Rückgang gegenüber den 32,6 Prozent von 2021. Die CDU legte deutlich auf 29,7 Prozent zu (2021: 24,1 Prozent), während die AfD ihre Unterstützung fast verdoppelte und auf 18,8 Prozent kam. Die SPD hingegen stürzte auf 5,5 Prozent ab und fiel damit erstmals unter die Zehn-Prozent-Marke.
Die bestehende schwarz-grüne Koalition, die jeweils über 56 Sitze verfügt, wird voraussichtlich fortgesetzt. Müller, Mitglied der CSU (der bayerischen Schwesterpartei der CDU), schlug jedoch vor, die CDU solle stattdessen ein schwarz-blaues Bündnis mit der AfD prüfen. Er argumentierte, die CDU dürfe sich nicht "zur zweiten Geige" unter Cem Özdemir von den Grünen degradieren lassen.
Müller traf sich in der Vergangenheit bereits mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel, die er als "eine Freundin" bezeichnete. Zudem lobte er den Spitzenkandidaten der AfD im Land, Markus Frohnmaier. Obwohl Müller kein AfD-Mitglied ist und auch nicht vorhat, der Partei beizutreten, regte er an, die CDU könnte entweder mit der AfD regieren oder deren parlamentarische Unterstützung zumindest dulden.
Eine Koalition aus CDU und AfD bleibt rechnerisch möglich, politisch jedoch unwahrscheinlich. Die Grünen und die CDU werden voraussichtlich ihre bestehende Partnerschaft fortsetzen. Müllers Eingreifen hat jedoch die Diskussion über die künftigen Bündnisoptionen der CDU im Land neu entfacht.






