Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und ihres Images
Clara HartmannTaylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und ihres Images
Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihr Bild und ihre Stimme vor unberechtigter Nutzung durch KI zu schützen. Ihr Unternehmen reichte im April 2023 drei Markenanmeldungen ein, die ihre Stimme sowie ein bestimmtes Bühnenoutfit abdecken. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verbreitung von KI-generierten Fälschungen, die ihr Abbilder ohne Erlaubnis verwenden.
Dies ist kein Einzelfall – auch Hollywood-Stars wie Matthew McConaughey haben bereits Markenrechte für ihre markanten Sprüche gesichert. Doch Swifts Anmeldungen deuten auf eine breitere Initiative von Künstlern hin, sich gegen den Missbrauch durch KI zu wehren.
Am 24. April 2023 reichte Swifts Firma, TAS Rights Management, beim US-Patent- und Markenamt drei Markenanträge ein. Zwei davon betreffen Klangmarken: ihre Stimme, die "Hey, hier ist Taylor Swift" und "Hey, ich bin's, Taylor" sagt. Die dritte schützt eine visuelle Marke – ein Foto, das sie mit einer pinken Gitarre, in einem schillernden Bodysuit und auf einer pinken Bühne zeigt.
Die Anmeldungen erfolgten, nachdem ihr Abbilder ohne Zustimmung in KI-generierten Inhalten aufgetaucht waren, darunter Meta-KI-Chats und Deepfake-Pornografie. Der Anwalt für geistiges Eigentum, Josh Gerben, entdeckte die Anträge als Erster und wies auf deren Fokus auf KI-bedingte Risiken hin.
Swifts Vorgehen spiegelt eine branchenweite Sorge wider. Bereits 2025 sicherte sich Matthew McConaughey acht Markenrechte, darunter eines für seinen Kultspruch "Alles klar, alles klar, alles klar!". Allerdings decken Marken traditionell nicht das allgemeine Erscheinungsbild oder die Stimme einer Person ab. Rechtsexperten empfehlen, dass Klagen vor Bundesgerichten Missbrauch eindämmen könnten – wie im Fall von Disney, das Google im Dezember 2025 eine Abmahnung wegen KI-generierter Kopien seiner Figuren zukommen ließ.
Mit ihren Markenanmeldungen will Swift unautorisierte KI-Nachbildungen ihrer Stimme und ihres Images verhindern. Der Schritt zeigt, wie Künstler ihre juristischen Strategien anpassen, um digitale Ausbeutung zu bekämpfen. Zwar haben Markenrechte Grenzen, doch könnten Bundesklagen einen stärkeren Schutz vor künftigem Missbrauch bieten.






