Suizidprävention: U25 erweitert Peer-Beratung in Rheinland-Pfalz gegen Jugend-Suizide
Jonas HofmannOnline-Selbstmordprävention in Mainz, Worms und Rüsselsheim - Suizidprävention: U25 erweitert Peer-Beratung in Rheinland-Pfalz gegen Jugend-Suizide
Suizid bleibt die häufigste Todesursache unter jungen Menschen in Deutschland – das geht aus Daten von Caritas Deutschland hervor. Als Reaktion darauf erweitert die Initiative U25 des Wohlfahrtsverbands ihr Peer-Beratungsangebot auf drei neue Standorte in Rheinland-Pfalz.
Das U25-Programm bietet kostenlose und vertrauliche Online-Beratung für junge Menschen in Krisensituationen. Seit dem Start im Jahr 2001 wurden bereits über 250.000 Hilfesuchende unterstützt, allein 2021 waren es 1.700. Der Service setzt auf geschulte Peer-Beraterinnen und -Berater – junge Ehrenamtliche, die auf Basis eigener Erfahrungen Rat geben.
Die Initiative ist mittlerweile an 14 Standorten in ganz Deutschland vertreten, darunter die neuen Niederlassungen in Mainz, Worms und Rüsselsheim. Um die Expansion zu begleiten, absolvieren 380 Beraterinnen und Berater eine 32-stündige Schulung. Ziel ist es, bis 2028 eine dauerhafte Bundesförderung für diese Standorte zu sichern.
Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und Botschafterin des Projekts, betonte, wie wichtig es sei, dass sich kein junger Mensch in einer Krise allein fühle. Gleichzeitig forderte Caritas Deutschland Bundesgesundheitsministerin Nina Warken auf, das Suizidpräventionsgesetz endlich zu verabschieden. Damit könnten bundesweit gezieltere Präventionsprogramme umgesetzt werden.
Mit der U25-Erweiterung soll die Unterstützung für gefährdete Jugendliche in der Region gestärkt werden. Durch zusätzliche Schulungen und geplante Fördermittel will die Initiative die Suizidrate bei jungen Menschen durch leicht zugängliche, von Gleichaltrigen geleitete Beratung senken. Der Erfolg des Programms hängt jedoch von anhaltender politischer und finanzieller Unterstützung ab.






