"Stuttgart 21" öffnet Baustelle an Ostern für tausende Besucher
Stuttgarts riesiges Bahnprojekt "Stuttgart 21" öffnet über das Osterwochenende seine Baustelle für die Öffentlichkeit. Besucher können Teile des künftigen unterirdischen Bahnhofs erkunden, darunter die markanten "Lichtaugen" und die große Bahnhofshalle. Die Veranstaltung findet von Karsamstag bis Ostermontag statt, wobei zeitlich gestaffelte Einlasszeiten vorab buchbar sind.
Das Vorhaben verwandelt das Stuttgarter Schienennetz mit neuen Stationen, Gleisen und 56 Kilometern Tunneln. Im Zentrum steht der unterirdische Hauptbahnhof, der den alten Kopfbahnhof durch einen modernen Durchgangsbahnhof ersetzt. Auch die Arbeiten am historischen Bonatz-Bau schreiten voran: Die Fassade soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Später werden dort Geschäfte, Restaurants und ein Hotel untergebracht sein.
Die öffentliche Führung bietet einen seltenen Einblick in den Baufortschritt. Tickets müssen im Voraus über die Projektgesellschaft Bahnprojekt Stuttgart–Ulm reserviert werden, maximal sechs pro Person. An den drei Tagen könnten bis zu 78.000 Besucher zwischen 10:00 und 17:00 Uhr die Baustelle besichtigen.
Doch während das Projekt voranschreitet, gibt es Verzögerungen: Die teilweise Inbetriebnahme des Bahnhofs wurde verschoben, ein überarbeiteter Fahrplan soll bis Mitte 2026 vorliegen. Einige Medien spekulieren, dass die vollständige Eröffnung erst 2029 oder 2030 erfolgen könnte – offizielle Bestätigungen dafür gibt es jedoch nicht.
Die Osterführungen bieten die Gelegenheit, die Fortschritte von Stuttgart 21 hautnah mitzuerleben. Trotz Rückschlägen prägt das Projekt weiterhin die Verkehrsinfrastruktur der Stadt. Aktualisierte Angaben zum Eröffnungstermin des Bahnhofs werden in den kommenden Jahren erwartet.






