13 April 2026, 12:09

Streit um Balkonanbau am Peitinger Marktplatz spaltet Politik und Bürger

Bauplatz für einen neuen Wohnblock im Vordergrund einer Stadtstraße mit parkenden Autos, Laternen, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Streit um Balkonanbau am Peitinger Marktplatz spaltet Politik und Bürger

Pläne für Balkonanbau am Peitinger Marktplatz spalten den Bauausschuss

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Ein Vorhaben, an einem Gebäude am Hauptplatz von Peiting zwei Balkone anzubauen, hat den örtlichen Planungsausschuss gespalten. Die Planung sieht vor, zwei Balkone im Obergeschoss um 1,45 Meter über die Grundstücksgrenze hinaus zu erweitern. Während die Mehrheit der Mitglieder die Änderungen unterstützte, lehnte ein Stadtrat die Pläne wegen Bedenken zur Parksituation ab.

Ursprünglich hatte der Gebäudeeigentümer Balkone zur Straßenseite hin geprüft, verzichtete jedoch nach Gesprächen mit der Bauaufsichtsbehörde der Stadt auf diese Idee. Stattdessen konzentriert sich der überarbeitete Entwurf auf die Westfassade, wo die beiden neuen Balkone entstehen sollen. Christian Hack, Leiter der Bauaufsichtsbehörde, bestätigte, dass es sich bei der Anpassung um eine geringfügige Änderung handle, die nach den geltenden Vorschriften genehmigt werden könne.

Die Reaktionen im Ausschuss fielen gemischt aus. Andreas Barnsteiner von der BVP begrüßte das Design und bezeichnete es als passend für das Gebäude. Michael Deibler (CSU) hingegen nannte das Erscheinungsbild "kaum akzeptabel". Unterdessen äußerte Stadtrat Norbert Merk (CSU) Bedenken, dass die zusätzlichen Wohnungen die Parksituation verschärfen könnten. Er war das einzige Mitglied, das gegen den Antrag stimmte.

Bürgermeister Peter Ostenrieder erkannte das Parkproblem an, betonte jedoch, dass der Eigentümer sich an die bestehenden Regelungen halte. Trotz der Diskussion billigte der Ausschuss den Plan mit nur einer Gegenstimme.

Die Balkone werden nun als geringfügige bauliche Veränderung umgesetzt und ragen 1,45 Meter von der Westseite des Gebäudes heraus. Zwar bleiben Sorgen zur Parksituation bestehen, doch entspricht das Vorhaben den aktuellen Vorschriften. Der Planungsausschuss der Stadt hat grünes Licht gegeben – einzig ein Stadtrat stimmte gegen den Beschluss.

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