Steuererklärung 2025: Warum Wartezeiten je nach Bundesland stark variieren
Theo MayerSteuererklärung 2025: Warum Wartezeiten je nach Bundesland stark variieren
Bearbeitungszeiten für Steuererklärungen in Deutschland zeigen leichte Verbesserungen – doch regionale Unterschiede bleiben groß
Die Bearbeitungsdauer von Steuererklärungen in Deutschland hat sich leicht verbessert, doch die Wartezeiten unterscheiden sich weiterhin stark je nach Bundesland. 2025 lag der bundesweite Durchschnitt bei 50 Tagen – nur einen Tag schneller als im Vorjahr. Die Behörden streben nun an, diese Zeit bis 2026 durch Effizienzmaßnahmen und Automatisierung weiter zu verkürzen.
Das Bundesfinanzministerium hat gemeinsam mit den Landesregierungen für 2026 ein Ziel von 49 Tagen gesetzt. Dies folgt auf eine leichte Verbesserung im Jahr 2025, als sich die durchschnittliche Bearbeitungszeit von 51 auf 50 Tage verringerte. Um die Abläufe zu beschleunigen, setzen die Behörden auf optimierte Arbeitsprozesse und einen verstärkten Einsatz automatisierter Systeme.
Die regionalen Unterschiede sind jedoch nach wie vor eklatant: Berlin war mit einer durchschnittlichen Bearbeitungsdauer von 46 Tagen Spitzenreiter, während Bremen mit 74 Tagen deutlich hinterherhinkte. Um die Verfahren weiter zu beschleunigen, fordert der Bund der Steuerzahler vorbefüllte Steuererklärungen. Der Deutsche Steuergeberverband geht noch einen Schritt weiter und schlägt vor, dass die meisten Steuerpflichtigen langfristig ganz auf die Abgabe einer Erklärung verzichten sollten.
Das Ziel von 49 Tagen im Jahr 2026 spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, die Steuerverwaltung zu modernisieren. Bei Erfolg könnten die Änderungen den bürokratischen Aufwand verringern und die Wartezeiten für Millionen Steuerzahler verkürzen. Bis dahin hängt die Bearbeitungsdauer jedoch weiterhin stark davon ab, in welchem Bundesland die Steuerpflichtigen leben.






