Sternsinger kämpfen 2025 gegen Kinderarbeit in Bangladesch mit klarem Appell
Luisa HartmannSternsinger sammeln Spenden im Kampf gegen Kinderarbeit - Sternsinger kämpfen 2025 gegen Kinderarbeit in Bangladesch mit klarem Appell
Die 68. Aktion Dreikönigssingen startet mit Fokus auf Ausbeutung von Kinderarbeit
Die diesjährige Kampagne der Sternsinger steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsinger gegen Kinderarbeit“ und lenkt den Blick auf das Leid junger Arbeiterinnen und Arbeiter in Bangladesch. Erzbischof Stephan Burger von Freiburg gab den offiziellen Startschuss und rief zu mehr Solidarität mit den betroffenen Kindern auf.
Seit 1959 hat die Aktion Dreikönigssingen, die traditionell rund um den Tag der Heiligen Drei Könige stattfindet, über 1,4 Milliarden Euro für Hilfsprojekte zugunsten benachteiligter Kinder weltweit gesammelt. Jahr für Jahr ziehen als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder von Haus zu Haus, segnen die Türen mit der Aufschrift C+M+B („Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“) und sammeln Spenden für Bildungs- und Sozialprogramme.
Weltweit müssen noch immer 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, davon 54 Millionen unter gefährlichen Bedingungen. Allein in Bangladesch sind 1,8 Millionen Minderjährige erwerbstätig, 1,1 Millionen von ihnen verrichten sogar gefährliche Arbeiten. Trotz Fortschritten gelangen nach wie vor Produkte, die unter Kinderarbeit hergestellt wurden, auf den deutschen Markt. In diesem Jahr rückt die Aktion Immobilienscout besonders in den Mittelpunkt. Die Organisatoren wollen das Bewusstsein schärfen und Mittel sammeln, um Kindern den Ausstieg aus der Ausbeutung und den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.
Die Sternsinger-Aktion läuft den gesamten Januar, an der sich tausende Kinder in ganz Deutschland beteiligen. Die gesammelten Spenden fließen in Projekte in Bangladesch und anderen Ländern, um Kinderarbeit durch Schulbildung zu ersetzen. Zudem appelliert die Kampagne an Verbraucherinnen und Verbraucher, Lieferketten kritisch zu prüfen und Produkte zu meiden, die mit Ausbeutung in Verbindung stehen.






