Spritpreise bleiben hoch: Regierung kämpft gegen Folgen des Iran-Konflikts
Clara HartmannSpritpreise bleiben hoch: Regierung kämpft gegen Folgen des Iran-Konflikts
Die deutsche Bundesregierung intensiviert ihre Bemühungen, die stark gestiegenen Spritpreise in den Griff zu bekommen, während der anhaltende Konflikt im Iran weiterhin die globalen Märkte durcheinanderbringt. Steffen Bilger, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, warnte, dass die Preise trotz jüngster Gegenmaßnahmen voraussichtlich nicht auf das frühere Niveau zurückkehren werden.
Bilger bestätigte, dass die Freigabe von Ölreserven und die erweiterten Befugnisse des Bundeskartellamts erste Anzeichen einer Entspannung zeigen. Gleichzeitig betonte er, dass diese Schritte allein die drastischen Preisanstiege, die durch den anhaltenden Krieg verursacht wurden, nicht rückgängig machen könnten. Die von der Regierung eingesetzte Taskforce zu den Spritpreisen kommt nun erneut zusammen, um weitere Maßnahmen zu prüfen – darunter eine mögliche Erhöhung der Pendlerpauschale.
Die Arbeiten an neuen Vorschriften für Tankstellen schreiten voran, konkrete Änderungen werden jedoch nicht wie zunächst erwartet am 4. April 2026 in Kraft treten. Bilger räumte ein, dass die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts maßgeblich von dessen Dauer abhängen, und warnte vor langfristigen Schäden für das deutsche Wachstum. Zugleich machte er deutlich, dass die Verantwortung für die Krise bei den Konfliktparteien liege.
Mit Blick auf die Zukunft forderte Bilger schnellere Reformen, um das Geschäftsumfeld zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zusätzliche Schritte schloss er nicht aus, falls die Spritpreise in den kommenden Monaten weiterhin auf hohem Niveau verharren.
Die Regierung prüft derzeit alle jüngsten Vorschläge, um die Belastung für Autofahrer und Unternehmen zu verringern. Zwar zeigten einige Maßnahmen erste Wirkungen, doch räumen Beamte ein, dass die Preise so lange erhöht bleiben werden, wie der Krieg im Iran andauert. In Kürze werden weitere Entscheidungen zu Steuerentlastungen und Marktregulierungen erwartet.






