SPD-Innenexperte Rüdiger Erben verstorben - SPD-Trauer um Rüdiger Erben: Politiker stirbt kurz vor Landtagswahl
Rüdiger Erben, ein bekannter SPD-Politiker und Innenexperte, ist überraschend im Alter von 58 Jahren verstorben. Sein Tod hinterlässt nur wenige Tage vor der endgültigen Festlegung der Landesliste für die anstehende Landtagswahl im September eine Lücke in den Reihen der Partei.
Erben blickte auf eine lange und vielseitige Karriere im öffentlichen Dienst zurück. Von 2001 bis 2006 war er Landrat im damaligen Landkreis Weißenfels. Später wirkte er fünf Jahre lang als Staatssekretär im Innenministerium von Sachsen-Anhalt, wo er sich vor allem mit den Bereichen Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr befasste.
Sein politischer Einfluss reichte noch weiter: Er übernahm Aufgaben wie die des parlamentarischen Geschäftsführers der SPD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt und leitete auf Landesebene die Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Zuletzt spielte er eine zentrale Rolle im Untersuchungsausschuss zum Magdeburger Angriff. Erben sollte als siebter Kandidat auf der SPD-Liste für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz im März 2026 antreten. Die Partei wollte ihre vollständige Landesliste an diesem Samstag bestätigen, doch ein Nachfolger für seinen Platz steht bisher noch nicht fest. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei erwachsene Söhne.
Nun steht die SPD vor der Herausforderung, ihre Kandidatenliste vor der Wahl im September anzupassen. Erbens Beiträge zur Innenpolitik und zum öffentlichen Dienst werden in der Partei und den Regionen, denen er diente, ein bleibendes Erbe hinterlassen.






