Spätaussiedler in Friedland: 2025 kamen 4.238 Neuankömmlinge – doch Kasachstan verliert an Bedeutung
Luisa HartmannSpätaussiedler in Friedland: 2025 kamen 4.238 Neuankömmlinge – doch Kasachstan verliert an Bedeutung
Friedland, Deutschlands zentrales Ankunftszentrum für Spätaussiedler, verzeichnete 2025 insgesamt 4.238 Neuankömmlinge. Unter ihnen befanden sich 1.079 Menschen aus Kasachstan – ein Zeichen für den Wandel der Migrationsströme in den vergangenen Jahrzehnten. Die Einrichtung bleibt ein zentraler Ort für Registrierung und Integrationshilfen.
In den 1990er-Jahren und frühen 2000ern verließen jährlich Zehntausende Kasachstan in Richtung Deutschland. Auf dem Höhepunkt zu Beginn der 2000er-Jahre lagen die jährlichen Registrierungen aus Kasachstan bei über 38.000. Doch bis 2010 sank diese Zahl drastisch auf nur noch 508.
In den letzten 15 Jahren setzte sich dieser Rückgang fort, mit nur noch wenigen tausend kasachischen Spätaussiedlern pro Jahr. 2024 gab es einen leichten Anstieg auf etwa 2.546 Registrierte. 2025 pendelte sich die Zahl bei 1.079 ein.
Neben den Ankömmlingen aus Kasachstan registrierte Friedland 2025 zudem 2.562 Menschen aus Russland, 381 aus der Ukraine und 80 aus Kirgisistan. Das Zentrum bietet essenzielle Dienstleistungen an und unterstützt Neuankömmlinge bei den ersten Schritten der Integration.
Der Rückgang der kasachischen Spätaussiedler spiegelt eine generelle Abnahme dieser Migrationsbewegung seit den 1990er-Jahren wider. Friedlands Rolle als Registrierungs- und Betreuungsstelle bleibt unverändert – Jahr für Jahr werden hier Tausende Neuankömmlinge erfasst. Die Zahlen von 2025 zeigen, dass die Zuwanderung aus ehemaligen Sowjetrepubliken nach Deutschland zwar schwächer geworden ist, aber weiterhin stattfindet.






