Slowenischer Skiverband protestiert gegen umstrittene Anzugkontrolle bei der Vierschanzentournee
Clara HartmannSlowenischer Skiverband protestiert gegen umstrittene Anzugkontrolle bei der Vierschanzentournee
Der Slowenische Skiverband hat nach der Disqualifikation von Timi Zajc beim Vierschanzentournee formelle Schritte eingeleitet. Gegen die Art und Weise, wie sein Anzug in Garmisch-Partenkirchen vermessen wurde, legte der Verband bei der Internationalen Skiföderation (FIS) offiziellen Protest ein. Funktionäre betonen, der Anzug habe vor dem Sprung alle Vorschriften erfüllt.
Zajc wurde doppelt disqualifiziert, nachdem sein Anzug vor – und nicht wie üblich nach – seinem Sprungversuch überprüft worden war. Gorazd Pogorelcnik, Leiter des slowenischen Skispringens, argumentierte, der Anzug habe zum Zeitpunkt der Kontrolle vollständig den Regularien entsprochen.
Pogorelcnik verwies zudem auf mögliche äußere Einflüsse, die die Maße des Anzugs verändert haben könnten. Er nannte Wetterbedingungen, natürliche Einwirkungen oder sogar die Struktur und Farbe des Stoffs als denkbare Gründe. Seiner Ansicht nach verhalte sich jeder Anzug anders, was die Messungen weniger vorhersehbar mache.
Mit ihrem Protest stellt der Verband nun infrage, ob die FIS während des Wettbewerbs die korrekten Abläufe eingehalten hat.
Im Mittelpunkt des Streits steht, ob die Vermessung vor dem Sprung rechtmäßig war und ob externe Faktoren eine Rolle spielten. Zajcs Disqualifikation bleibt vorerst bestehen, doch der slowenische Verband drängt auf eine Überprüfung. Das Ergebnis könnte Auswirkungen darauf haben, wie künftig Anzugkontrollen bei Wettbewerben durchgeführt werden.






