30 March 2026, 22:11

Siemens plant radikale Umstrukturierung mit Auflösung großer Sparten

Balkendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeschlüsselt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung anzeigt.

Siemens plant radikale Umstrukturierung mit Auflösung großer Sparten

Siemens prüft eine umfassende interne Umstrukturierung, bei der zwei der größten Unternehmensbereiche aufgelöst werden könnten. Die geplanten Änderungen sind Teil der Strategie "One Tech Company", mit der das Unternehmen Komplexität abbauen und seine Abläufe effizienter gestalten will. Zwar steht noch keine endgültige Entscheidung fest, doch die Neuordnung könnte die Arbeitsweise zentraler Geschäftsbereiche grundlegend verändern.

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Im Rahmen der möglichen Restrukturierung würden die Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure von Siemens aufgelöst. Statt als eigenständige Einheiten zu agieren, würden ihre Geschäftsbereiche – etwa Prozessautomatisierung und Energiemanagement – direkt der Konzernführung unterstellt. Dieser Schritt folgt auf die Ankündigung von Vorstandschef Roland Busch vor eineinhalb Jahren, in der er den Wandel hin zu einer integrierten Technologiegruppe skizzierte.

Mit der "One Tech Company"-Strategie will Siemens doppelte Strukturen abbauen und die parallele Entwicklung ähnlicher Technologien reduzieren. Bereits jetzt hat das Unternehmen Stellenstreichungen im Automatisierungsbereich angekündigt: Bis September 2027 sollen 5.600 Arbeitsplätze entfallen, davon 2.600 in Deutschland. Diese Kürzungen sind Teil eines globalen Abbaus von 6.000 bis 9.000 Stellen, der rund 6,7 Prozent der 134.000 Mitarbeiter von Siemens betrifft.

Die Änderungen könnten sich auch auf Vertrieb, Einkauf und Entwicklungsprozesse auswirken, wobei Anpassungen auf Führungsebene möglich sind. Aktuell leiten Matthias Rebellius und Cedrik Neike die Sparten Smart Infrastructure bzw. Digital Industries. Siemens hat den Bericht der Handelsblatt zur Umstrukturierung nicht bestätigt, und mit sofortigen Entlassungen ist vorerst nicht zu rechnen.

Der Druck zu engerer Zusammenarbeit wuchs nach der Ausgliederung von Siemens Healthineers, wodurch die verbleibenden Bereiche nun enger verzahnt arbeiten sollen. Sollte die Umstrukturierung genehmigt werden, würde sie einen tiefgreifenden Wandel in der Konzernstruktur von Siemens bedeuten. Ziel ist es, durch den Abbau überflüssiger Funktionen und die Bündelung der Technologieentwicklung die Abläufe zu vereinfachen. Bisher liegt jedoch noch keine endgültige Entscheidung vor – Siemens prüft die möglichen Änderungen weiterhin.

Quelle