04 April 2026, 00:38

Shitstorm um Heidi Reichinneks angeblichen Luxus-Audi – doch die Wahrheit ist banal

Ein Plakat mit einer Person in einem blauen Hemd, die in einem Auto sitzt und entschlossen schaut, mit der Aufschrift "Carsharing ist Pflicht" oben.

Streit um Heidi Reichinnek's Dienstwagen: Kann ein Linker sich Luxus leisten? - Shitstorm um Heidi Reichinneks angeblichen Luxus-Audi – doch die Wahrheit ist banal

Ein Shitstorm in den sozialen Medien ist wegen eines teuren Autos entstanden, das mit Heidi Reichinnek, der Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag, in Verbindung gebracht wird. Die rechtspopulistische AfD warf ihr vor, einen Luxus-Audi A8 privat zu nutzen – doch Berichte deuten darauf hin, dass es sich schlicht um ein geleastes Dienstfahrzeug handelt, wie es bei Fraktionsvorsitzenden im Bundestag üblich ist.

Der Streit begann, nachdem ein Foto auftauchte, das Reichinnek neben dem hochpreisigen Fahrzeug zeigt, das rund 106.000 Euro wert ist.

Auslöser der Debatte war ein online verbreitetes Bild, das Reichinnek vor einem Audi A8 mit dem Kennzeichen B-HR 419 zeigt. Die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch behauptete, die Politikerin nutze das Auto entweder privat oder lasse die Kosten von ihrer Partei tragen. Das Magazin stern klärte jedoch auf, dass das Fahrzeug der Parteiführung der Linken als geleaster Dienstwagen gehört.

Kritiker hinterfragten schnell die Vorwürfe der AfD und wiesen darauf hin, dass alle Fraktionsvorsitzenden im Bundestag Dienstwagen nutzen. Einige Kommentatoren vermuteten sogar, von Storch sei auf eine Falschmeldung hereingefallen, da andere Aufnahmen dasselbe Auto mit einem anderen Kennzeichen zeigen. Personalisierte Nummernschilder sind unter Politikern verbreitet – etwa bei Friedrich Merz, Christian Lindner oder Dietmar Bartsch.

Die Auseinandersetzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die AfD selbst mit Skandalen kämpft, darunter frühere Kontroversen um Kennzeichen. 2016 sorgte der AfD-Politiker Siegbert Droese für Schlagzeilen, weil er ein Nummernschild mit einem neonazistischen Code in Anspielung auf Adolf Hitler wählte. Beobachter spekulieren nun, der Angriff auf Reichinnek könnte ein Ablenkungsmanöver sein, um von internen Problemen der Partei abzulenken – insbesondere von Vorwürfen, sie unterhalte Vetternwirtschafts-Strukturen.

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Der betroffene Audi A8 ist kein Privatfahrzeug Reichinneks, sondern ein standardmäßiges Leasingauto für Fraktionsvorsitzende. Zwar sind die genauen Leasingbedingungen nicht bestätigt, doch ähnliche Verträge für Dienstwagen kosten in der Regel zwischen 800 und 1.200 Euro im Monat. Die Debatte unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen den politischen Lagern, liefert bisher jedoch keine Beweise für Fehlverhalten.

AKTUALISIERUNG

Heidi Reichinnek's Audi A8: Video and personalized plate fuel controversy

A video circulating since 13 February has intensified the debate over Heidi Reichinnek's Audi A8. Key details include:

  • The car's license plate features her initials and birthdate (19 April), raising questions about its authenticity.
  • The Linksfraktion refused to confirm whether the plate was genuine or altered.
  • Reichinnek increasingly uses the car due to security concerns linked to AfD campaigns.