15 April 2026, 00:15

Schulgewalt in Deutschland: AfD-Forderungen entfachen hitzige Debatte über Ursachen und Lösungen

Plakat für die deutsche Revolution von 1910, das eine Gruppe von Menschen und eine Krone zeigt und Text enthält.

Schulgewalt in Deutschland: AfD-Forderungen entfachen hitzige Debatte über Ursachen und Lösungen

In Deutschland ist eine hitzige Debatte über steigende Gewalt und Mobbing an Schulen entbrannt. Auslöser war ein Vorstoß der rechtspopulistischen AfD, die eine strengere Erfassung von Vorfällen und Maßnahmen gegen religiös motivierte Angriffe forderte. Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag, bestätigte, dass solche Fälle bundesweit zunehmen.

Die AfD brachte zwei Anträge ein, in denen sie eine bessere Datenerhebung zu Schulgewalt sowie schärfere Schritte gegen Mobbing mit religiösem Hintergrund verlangte. Parteivertreter verwiesen auf konkrete Vorfälle, darunter Messerangriffe, Drohungen und Fälle religiöser Nötigung. Die AfD-Stellvertreterin Beatrix von Storch machte für den Anstieg der Gewalt "massive Probleme mit Migration" verantwortlich.

Esken wies einen direkten Zusammenhang zwischen Migration und aggressivem Verhalten an Schulen zurück. Stattdessen betonte sie ein grundlegendes Problem: Viele Schülerinnen und Schüler hätten nie gelernt, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Fast jedes fünfte Kind in Deutschland ist mittlerweile von Cybermobbing betroffen, während Polizeistatistiken in allen Bundesländern einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Zwischenfälle zeigen.

Kritik an der AfD kam von mehreren Seiten. Union, Grüne und Linke erkannten zwar das Problem an, warfen der Partei aber vor, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge zu vereinfachen. Die AfD wiederum beschuldigte Esken, die Schwere der Lage zu verharmlosen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Diskussion offenbart tiefe Gräben bei der Ursachensuche für Schulgewalt. Während die AfD migrationspolitische Lösungen fordert, verweisen andere Parteien auf systemische Versäumnisse in der Konfliktprävention. Die Datenlage bestätigt unterdessen: Immer mehr Schüler sind von Mobbing und körperlichen Übergriffen betroffen.

Quelle