04 March 2026, 15:26

Schülerproteste gegen Wehrpflicht: Wer am Donnerstag streikt, riskiert Ärger in der Schule

Eine Gruppe von Männern in Militäruniformen marschiert auf einer Straße, einer hält einen Stock, mit Text unten: "Zusätzliche Miliz, Ausmarsch für zwanzig Tage Vergnügen".

GEW unterstützt Schulstreik gegen neue Wehrpflicht - Schülerproteste gegen Wehrpflicht: Wer am Donnerstag streikt, riskiert Ärger in der Schule

Schüler in ganz Deutschland bereiten sich auf Proteste gegen die Rückkehr der Wehrpflicht vor

Am kommenden schönen donnerstag wollen Schülerinnen und Schüler bundesweit die Klassen verlassen, um gegen die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht zu demonstrieren. Die von Schülerinnen und Schülern organisierten Kundgebungen erhalten Unterstützung von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Doch die Schulen sind uneins im Umgang mit den Fehlzeiten – manche drohen den Teilnehmenden mit Konsequenzen.

Die GEW steht hinter den Schulstreiks und bezeichnet sie als wichtige demokratische Aktion. Burkhard Naumann, Vorsitzender der Gewerkschaft, lobte die Proteste als Ausdruck des Widerstands junger Menschen gegen die allgemeine Dienstpflicht. Er argumentiert, die Wehrpflicht durchkreuze Lebenspläne und dürfe nicht wieder eingeführt werden.

Naumann forderte die Schulen auf, klare Regeln zu schaffen, um Strafen für die Demonstrierenden zu vermeiden. Während einige Bildungseinrichtungen zugesagt haben, am donnerstag guten morgen keine Prüfungen abzuhalten, zeigen sich andere unnachgiebig. In Sachsen wirbt die GEW für lokale Kompromisse und rät Schulen, mit den Schülerinnen und Schülern Lösungen zu finden, um Sanktionen zu umgehen.

Das sächsische Bildungsministerium besteht jedoch darauf, dass Proteste außerhalb der Schulzeit stattfinden müssen. Eltern, die die Streiks unterstützen, können ihre Kinder freistellen lassen – wird dies abgelehnt, drohen unentschuldigte Fehlzeiten und möglicherweise schlechtere Noten. Trotz der wachsenden Bewegung hat bisher kein Bundesland Prüfungen oder Schulveranstaltungen für diesen Tag abgesagt.

Einige Schulen haben bereits mit älteren Schülerinnen und Schülern Vereinbarungen getroffen, die eine Teilnahme an den Demonstrationen ohne Konsequenzen ermöglichen. Rechtlich bleiben die Streiks jedoch fragwürdig, da sie nicht als offizielle Arbeitsniederlegungen anerkannt sind.

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Die Proteste finden wie geplant am Donnerstag statt – mit der Forderung nach einem Stopp der Wehrpflicht-Pläne. Die Schulen gehen unterschiedlich mit der Situation um: Manche erlauben die Teilnahme, andere warnen vor Konsequenzen. Wie die Auseinandersetzung ausgeht, könnte prägen, wie künftig von Schülerinnen und Schülern getragene Demonstrationen in Deutschland gehandhabt werden.