28 January 2026, 02:13

Schüler organisieren bewegende Holocaust-Gedenkfeier mit klarer Botschaft gegen Antisemitismus

Ein steinernes Gebäude mit einem Fenster und einer Gedenktafel für die Opfer des Holocaust mit eingravierter Inschrift.

Schüler organisieren bewegende Holocaust-Gedenkfeier mit klarer Botschaft gegen Antisemitismus

Feierliche Gedenkveranstaltung für die Opfer des Holocaust an örtlicher Schule

An einer örtlichen Schule fand eine würdevoll gestaltete Gedenkfeier für die Opfer des Holocaust statt, die Gebete, Erinnerung und Appelle zum Handeln verband. Organisiert von Schülerinnen und Schülern der 10. und 13. Jahrgangsstufe, zog die Veranstaltung politische, religiöse und zivilgesellschaftliche Vertreter an, um über die Lehren der Geschichte angesichts des heutigen Anstiegs von Antisemitismus nachzudenken.

Die Zeremonie begann in der Schneekapelle mit einem von Religionslehrer Pierre Hein geleiteten Gebetsgottesdienst. Im Mittelpunkt stand das Gleichnis vom barmherzigen Samariter aus dem Lukasevangelium, das er als Aufruf zur Nächstenliebe als moralische Pflicht deutete. Im Anschluss versammelten sich die Teilnehmenden am Holocaust-Mahnmal zu einer Kranzniederlegung. Transparente zeigten das talmudische Zitat "Ein Mensch wird erst vergessen, wenn sein Name vergessen wird" sowie die Namen lokaler Opfer: Rosetta und Albert Salm, Lina Wallach und Chaim Werner Rübsteck. Unter den Genannten war auch Josef Schwammberger, ein ehemaliger Polizist, der in NS-Verbrechen verstrickt war.

Im Pädagogischen Zentrum der Schule richteten sich Redner an die Anwesenden. Max Mamrotski von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf verband die Befreiung von Auschwitz-Birkenau mit der heutigen Zunahme antisemitischer Vorfälle. Er warnte, dass Hass oft schleichend beginne, und rief die Schüler auf, Gleichgültigkeit abzulehnen und sich klar zu positionieren. Bürgermeister Christian Pakusch verurteilte rechtsextreme Versuche, den Holocaust zu verharmlosen, und äußerte Besorgnis über aktuelle Entwicklungen in den USA. Schulleiterin Andrea Großkraumbach betonte die Bedeutung von Bildung im Kampf gegen Rassismus und Feindseligkeit. Den Abschluss bildete ein musikalischer Beitrag von Marc Riedl, der Bodo Wartkes Lied "Das Land, in dem ich leben will" vortrug.

Die von Schülerinnen und Schülern organisierte Veranstaltung vereinte Gemeinschaftsvertreter, um der Opfer zu gedenken und modernen Bedrohungen entgegenzutreten. Durch die namentliche Nennung historischer Gräueltaten und den Aufruf zu Wachsamkeit unterstrichen die Teilnehmenden die Notwendigkeit aktiver Erinnerungskultur. Mit einer Mischung aus Gebet, Musik und Reden sollte die Veranstaltung Reflexion in Verantwortung verwandeln.

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