04 February 2026, 03:12

Scholz verpasst Weiberfastnacht – während das Sauerland feiert

Ein Plakat Für Die 75. Internationale Messe Frühjahr In München, Deutschland, Mit Einem Weißen Hintergrund Und Text Und Einer Buntfarbenen, Ausgefeilten Skulptur In Der Mitte.

Scholz verpasst Weiberfastnacht – während das Sauerland feiert

Bundeskanzler Olaf Scholz wird den diesjährigen Weiberfastnacht in einer nicht öffentlichen Strategieklausur in der Nähe von Brüssel verbringen. Im Mittelpunkt des Treffens steht die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. Währenddessen gehen in Deutschland – besonders in seiner sauerländischen Heimat – die lebhaften Karnevalstraditionen ohne ihn weiter.

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Weiberfastnacht, auch als Frauenfastnacht bekannt, findet am Donnerstag vor Aschermittwoch statt. Die Wurzeln des Festes reichen bis ins Mittelalter zurück und verbinden römische Luperkalien mit christlichen Vorfastenbräuchen. Ab dem 19. Jahrhundert übernahmen Frauen im Rheinland und im Sauerland die Führung der Feierlichkeiten: Sie stürmten Rathäuser und schnitten den Männern scherzhaft die Krawatten ab.

Scholz selbst hat eine persönliche Verbindung zum Karneval. Sein Geburtstag fällt auf den 11. November, den inoffiziellen Auftakt der "fünften Jahreszeit", und seine Großmutter stammte aus Andernach in der rheinischen Region. Er scherzte einst über seine seltenen Geburtstage – mit 22, 33 und 44 Jahren –, die im letzten Jahrhundert alle auf dasselbe Datum fielen.

Im Laufe des Tages plant der Kanzler, sich mit Teilen des Bundeskabinetts zu treffen. Selbst aus der Ferne will er etwas Karnevalsstimmung in die Beratungen bringen.

Seine Abwesenheit von den Karnevalsfeiern unterstreicht den Konflikt zwischen politischen Pflichten und kulturellen Traditionen. Während er in Brüssel über Strategien berät, wird in Köln, Mainz und seiner Heimatregion Sauerland ausgiebig gefeiert. Unterdessen führen Frauen in bunten Kostümen und mit spielerischem Widerstand die jahrhundertealten Bräuche des Weiberfastnachts fort.