Schneider lehnt Steuerhilfen für Airlines ab – und fordert schnelle Energiewende
Jonas HofmannSchneider lehnt Steuerhilfen für Airlines ab – und fordert schnelle Energiewende
Umweltminister Steffen Schneider hat Forderungen der Luftfahrtbranche nach finanzieller Entlastung angesichts der Energiekrise zurückgewiesen. Er lehnte Steuererleichterungen für Kerosin sowie eine Aussetzung des Emissionshandels ab und drängte die Airlines stattdessen, unverzüglich auf nachhaltige Kraftstoffe umzusteigen.
Zudem äußerte Schneider Zweifel, ob die von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vorgeschlagenen Energiereformen wie geplant wirken werden. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Regierung versucht, die wirtschaftlichen Folgen der anhaltenden Krise einzudämmen.
Zur aktuellen Lage betonte Schneider, die Energiekrise sei die schwerste seit Jahrzehnten. Der Staat könne nicht jedes Problem durch höhere Ausgaben lösen, warnte er – ein solcher Ansatz würde die öffentlichen Haushalte überlasten.
Der Minister unterstrich die Notwendigkeit eines schnelleren Ausbaus erneuerbarer Energien und verwies auf den Iran-Konflikt als zusätzlichen Grund für mehr Tempo. Zwar müsse die Energiewende bezahlbar bleiben, doch stehe nun die Dringlichkeit im Vordergrund.
In der Luftfahrt kritisierte Schneider die Lufthansa für ihre zögerliche Haltung bei nachhaltigen Kraftstoffen. Die Branche müsse sich endlich von fossilen Brennstoffen verabschieden und umgehend auf grüne Alternativen setzen, forderte er.
Die Bundesregierung konzentriert sich unterdessen darauf, die Folgen der Krise zu begrenzen – etwa durch die Vermeidung eines starken Anstiegs der Arbeitslosigkeit. Schneider räumte ein, die Situation sei ein schwerer Schlag für das Wirtschaftswachstum, doch entscheidendes Handeln sei jetzt unverzichtbar.
Schneiders Haltung schließt kurzfristige Hilfen für Airlines aus und setzt stattdessen auf beschleunigten Wandel in der Branche. Die Umsetzbarkeit und das Tempo der gouvernementalen Energiewende-Pläne stehen jedoch auf dem Prüfstand. Die Luftfahrt gerät zunehmend unter Druck, sich anzupassen – oder im Wettlauf um Nachhaltigkeit weiter zurückzufallen.






