Schiedsrichter-Drama nach Bayerns 1:1 gegen Leverkusen: Hoeneß attackiert DFB-Entscheidungen
Clara HartmannDFB wehrt sich gegen Hoeneß-Kritik: "Keine skandalösen Fehler" - Schiedsrichter-Drama nach Bayerns 1:1 gegen Leverkusen: Hoeneß attackiert DFB-Entscheidungen
Eine hitzige Debatte ist nach dem 1:1 des FC Bayern München gegen Bayer 04 Leverkusen am 14. März 2026 entbrannt. Der ehemalige Vereinspräsident Uli Hoeneß kritisierte die Schiedsrichterleistung als die schlechteste, die er je in der Bundesliga erlebt habe. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wies seine Vorwürfe später zurück und stellte sich hinter die Entscheidungen von Unparteiischem Christian Dingert.
Im Spiel waren den Münchnern zwei Tore wegen Handspiels in der Vorlage aberkannt worden. Ein Treffer wurde nach einem Handspiel von Jonathan Tah nicht gegeben, ein weiterer betraf Harry Kane. Dingert zeigte zudem Nicolas Jackson von Leverkusen die Rote Karte und Luis Díaz die Gelb-Rote – letztere gab er später als Fehlentscheidung zu.
Hoeneß verurteilte die Schiedsrichterleistung öffentlich als inakzeptabel. Alexander Feuerherdt, Sprecher der Schiedsrichtervereinigung, hinterfragte daraufhin, ob der Ausbruch auf Frust über die gegen Bayern gefallenen Entscheidungen zurückzuführen sei. Der DFB unterstützte Dingert und bestätigte, dass die meisten umstrittenen Szenen entweder korrekt oder vertretbar bewertet worden seien.
Laut Aufzeichnungen leitete Dingert in dieser Saison mindestens ein Bundesliga-Spiel – ausgerechnet das Duell zwischen Leverkusen und Bayern. Wie viele Partien er insgesamt gepfiffen hat, bleibt jedoch unklar.
Mit der Zurückweisung von Hoeneß' Kritik durch den DFB ist der Streit vorerst beigelegt. Dingerts Eingeständnis eines Fehlers ändert nichts am Ergebnis: Die beiden aberkannten Tore der Bayern und die Roten Karten bleiben bestehen. Die Partie wird vor allem wegen ihrer umstrittenen Szenen und der heftigen Reaktionen darauf in Erinnerung bleiben.