Satire zerpflückt Kemptener OB-Kandidaten – wer überzeugt wirklich?
Jonas HofmannSatire zerpflückt Kemptener OB-Kandidaten – wer überzeugt wirklich?
Satirische Bühnenparodie stellt Kemptener Oberbürgermeister-Kandidaten in Frage
Ein aktueller satirischer Sketch hat sich über die Bewerber lustig gemacht, die das Amt des amtierenden Oberbürgermeisters von Kempten übernehmen wollen. Die von dem lokalen Arzt und Komiker Thomas Spitzer angeführte Vorstellung nahm sowohl die Kandidaten als auch das politische Umfeld ins Visier. Mit scharfem Humor und musikalischen Spitzen ließ sie das Publikum an den Alternativen zur Amtsinhaberin zweifeln.
Spitzers Auftritt begann mit einem Lied über das Umgehen von Parkgebühren in Kempten und setzte damit einen heiteren Ton. Es folgte eine medizinische Szene, in der er scherzte, er untersuche in seiner Praxis nie Patienten auf Durchfall. Der eigentliche Fokus lag jedoch auf den OB-Anwärtern.
Dominik Tartler, einer der Kandidaten, wurde als zu jung und unerfahren für das Amt abgetan. Eine andere Figur, Franz-Josef Natterer-Babych, wurde als eitel und narzisstisch dargestellt, der sich ständig im Spiegel bewundert. Katharina Schrader kam nicht besser weg: Sie wurde als tollpatschige Mutter-Holle-Figur persifliert, die planlos Herzen über die Stadt verstreut.
Die Parodie führte zudem "DonQuiSchoche" ein, eine Figur, die gegen die Vorherrschaft der CSU im Wahlkampf ankämpft. Gleichzeitig blieb die Eignung von "Rechenstab" Eigstler und "Hai" Wilhelm als Nachfolger der Amtsinhaberin – die den Spitznamen "Hausdrache" Indra Baier-Müller trägt – fragwürdig. Eine abschließende Warnung lautete: Ein Mandat ist kein Andenken.
Die Freien Demokraten (FDP) haben bereits ihre Unterstützung für Baier-Müllers Bewerbung um eine dritte Amtszeit erklärt und damit der satirischen Kritik an ihren Herausforderern zusätzlich Gewicht verliehen.
Die Vorstellung spiegelte die wahrgenommenen Schwächen der OB-Kandidaten in überzeichneter Komik wider. Angesichts der FDP-Rückendeckung für die amtierende Bürgermeisterin könnte die Darstellung ihrer Konkurrenten in dem Sketch die lokalen Diskussionen vor der Wahl prägen. Die Satire ließ kaum Zweifel an ihrer Haltung zu den Alternativen bei der anstehenden Abstimmung.






