Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher in abgelegenen Regionen schließen
Clara HartmannSatelliten sollen Deutschlands Funklöcher in abgelegenen Regionen schließen
Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satelliten, um Lücken in der Mobilfunkabdeckung abgelegener Regionen zu schließen. Neue Partnerschaften sollen Funklöcher beseitigen und auch in Notfällen eine zuverlässige Kommunikation gewährleisten. Tests und schrittweise Einführung sind in den kommenden Jahren geplant.
O2 Telefónica arbeitet mit dem Unternehmen OQ Technology zusammen, um satellitengestützte Mobilfunkdienste zu erproben. Die Testphase soll Anfang 2027 in der Nähe von Waren, einer Stadt am Müritzsee in Mecklenburg-Vorpommern, beginnen. Das europäische Unternehmen OQ Technology betreibt seine Satelliten vom Kontinent aus und wird von der Europäischen Kommission unterstützt.
Das Unternehmen plant, 2023 eine neue Generation von Satelliten zu starten, die bidirektionale Kommunikation ermöglichen. Bis Ende 2027 sollen 48 Satelliten im Orbit sein, die alle 30 Minuten eine Aktualisierung der Abdeckung ermöglichen. Diese Verbindungen werden bestehende Mobilfunknetze ergänzen und Versorgungslücken in ländlichen und schwer zugänglichen Gebieten schließen.
Unterdessen kooperiert die Deutsche Telekom mit Starlink, um auch entlegene Regionen mit Mobilfunkempfang zu versorgen. Der Dienst soll 2028 an den Start gehen. Vodafone hat ebenfalls ein Joint Venture mit AST SpaceMobile geschlossen, ein konkretes Startdatum für Deutschland steht jedoch noch aus.
Die Satellitentechnologie wird als Backup-Lösung für Notfälle positioniert, um die Kommunikation auch bei Katastrophen aufrechtzuerhalten. Die Initiativen sind Teil einer umfassenden Strategie, die Netzstabilität im gesamten Land zu verbessern.
Die Partnerschaften markieren einen Wandel hin zu raumgestützten Lösungen für die Mobilfunkversorgung. O2, Deutsche Telekom und Vodafone investieren in Satellitennetze, um bisher unterversorgte Regionen zu erreichen. Sollte sich die Technologie bewähren, könnte sie zu einem festen Bestandteil der deutschen Telekommunikationsinfrastruktur werden.






