10 March 2026, 14:12

Sachsens Asylzahlen halbieren sich – doch Abschiebungen scheitern an Widerstand

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnen mit Ständen, unter einem bewölktem Himmel.

Anzahl der Asylsuchenden in Sachsen deutlich gesunken - Sachsens Asylzahlen halbieren sich – doch Abschiebungen scheitern an Widerstand

Im Jahr 2025 waren deutlich weniger Asylsuchende nach Sachsen gekommen – das zweite Jahr in Folge, in dem sich die Zahlen nahezu halbiert hatten. Innenminister Armin Schuster führte den Rückgang auf strengere Asylregeln und beschleunigte Verfahren zurück. Gleichzeitig suchten mehr Menschen aus der Ukraine Schutz, während Abschiebungen weiterhin auf Hindernisse stießen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Zahl der Asylbewerber, die nach Sachsen gelangten, sank 2025 auf 5.189 – nach 10.120 im Jahr 2024 und 23.120 im Jahr 2023. Dieser starke Rückgang folgte auf politische Maßnahmen, die auf schnellere Entscheidungen und eine höhere Abschiebequote abzielten. Schuster bezeichnete die Entwicklung als gezielte Verschärfung der Asylpolitik.

Gleichzeitig stellten 5.942 Menschen einen Antrag auf Schutz vor Russlands Krieg in der Ukraine – ein deutlicher Anstieg gegenüber 1.912 im Vorjahr. Die Zunahme spiegelt die anhaltende Fluchtbewegung aus dem Konfliktgebiet wider.

Abschiebungen blieben jedoch schwierig: 2025 wurden nur 917 durchgeführt. Über 60 Prozent der geplanten Rückführungen scheiterten, weil Betroffene untertauchten. Schuster forderte schärfere Maßnahmen, darunter die Nutzung regulärer Gefängnisse für Abschiebehaft und die Verpflichtung von Airlines, mehr Kapazitäten für Rückflüge bereitzustellen.

Rekordhoch war 2025 die Zahl der abgelehnten Asylbewerber, die Deutschland freiwillig verließen: 1.588. Dennoch bestand Schuster auf einer konsequenteren Durchsetzung von Abschiebebeschlüssen, um die Wirkung der Politik zu sichern.

Sachsens Asylzahlen sind nun zwei Jahre in Folge gesunken – getrieben durch schnellere Verfahren und strengere Kontrollen. Mehr Ukrainer suchten Schutz, während Abschiebungen an der Umgehung durch Betroffene scheiterten. Die Regierung setzt weiter auf verschärfte Maßnahmen, um den Rückgang der Ankünfte zu festigen.

Quelle