Sachsen plant schrittweise Gehaltserhöhung für Beamte bis 2028
Beamte in Sachsen sollen eine Gehaltserhöhung erhalten, nachdem die regierenden CDU- und SPD-Parteien des Landes beschlossen haben, die jüngste Tarifeinigung im öffentlichen Dienst zu übernehmen. Damit folgt Sachsen ähnlichen Zusagen aus Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Ein Gesetzentwurf soll nun eingebracht werden, um die Gehälter und Pensionen an das aktuelle Tarifergebnis anzupassen.
Die geplante Regelung sieht vor, dass die im Februar vereinbarte Tariferhöhung für den öffentlichen Dienst auch auf die sächsischen Beamten angewendet wird. Dazu gehört eine Lohnerhöhung von 2,8 Prozent, mindestens jedoch 100 Euro, gültig ab dem 1. April 2026. Weitere Steigerungen von 2,0 Prozent folgen zum 1. März 2027, bevor zum 1. Januar 2028 eine letzte Erhöhung um 1,0 Prozent in Kraft tritt.
Henning Homann, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, betonte, die Entscheidung zeige Wertschätzung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst und unterstütze die Modernisierung der Verwaltung. Jan Löffler, haushaltspolitischer Sprecher der CDU, bezeichnete das Ergebnis als "ausgewogen" und unterstrich, dass es nur fair sei, die Tariferhöhung auch auf die Beamten auszuweiten.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßte die Ankündigung der Koalition. Ralf Hron, stellvertretender DGB-Landesvorsitzender in Sachsen, hob die unverzichtbare Rolle der Beamten für die Aufrechterhaltung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie hervor.
Der Gesetzentwurf wird nun dem Landtag zur Abstimmung vorgelegt. Bei Annahme werden die Gehälter und Pensionen der sächsischen Beamten schrittweise an die aktuelle Tarifvereinbarung des öffentlichen Dienstes angepasst. Die Änderungen treten in den kommenden drei Jahren stufenweise in Kraft.






