Sachsen-Anhalts Gastgewerbe 2025: Mehr Jobs, aber sinkende Umsätze in Prozent
Luisa HartmannSachsen-Anhalts Gastgewerbe 2025: Mehr Jobs, aber sinkende Umsätze in Prozent
Sachsen-Anhalts Gastgewerbe stand 2025 vor einem weiteren schwierigen Jahr. Die Umsätze gingen sowohl im Gaststätten- als auch im Beherbergungssektor zurück – trotz eines leichten Anstiegs der Beschäftigtenzahlen. Die aktuellen Daten zeigen ein gemischtes Bild aus sinkenden Einnahmen und moderatem Jobwachstum.
Am stärksten betroffen war der Bereich Gastronomie und Getränke: Hier brachen die realen Umsätze im Vergleich zu 2024 um 4,5 Prozent ein. Selbst nominal verzeichnete die Branche ein Minus von 0,6 Prozent. Dennoch stieg die Zahl der Beschäftigten um 1,6 Prozent – ein Zeichen dafür, dass viele Betriebe ihre Teams trotz finanzieller Belastungen hielten oder sogar ausbauten.
Die Beherbergungsbranche schnitt etwas besser ab, blieb aber ebenfalls unter den Vorjahreswerten. Traditionelle Unterkünfte verzeichneten einen realen Umsatzrückgang von 2,2 Prozent, während der nominale Umsatz leicht um 0,7 Prozent zulegte. Insgesamt lag der reale Umsatz des Sektors 2,5 Prozent unter dem Niveau von 2024 – trotz eines nominalen Anstiegs von 0,3 Prozent.
Das gesamte Gastgewerbe (inklusive Gastronomie und Beherbergung) beschäftigte 2025 1,7 Prozent mehr Menschen. Allein im Beherbergungssektor wuchs die Belegschaft um 2,0 Prozent. Diese positiven Entwicklungen stehen im Kontrast zu stagnierenden oder rückläufigen bundesweiten Trends, wo das Jobwachstum im Gastgewerbe deutlich an Fahrt verloren hat.
Die Zahlen für 2025 offenbaren eine klare Schere in Sachsen-Anhalts Gastgewerbe: Während die Beschäftigung zunahm, sanken die realen Umsätze weiter. Die Betriebe stehen nun vor der Herausforderung, höhere Personalkosten mit sinkenden Kundeneinnahmen in Einklang zu bringen.






