23 April 2026, 18:11

Sachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day

Plakat mit der Überschrift "Kindera(r)beit ist eine nationale Geisel - Sollen wir der Industrie die Nation ausliefern" in fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund, das eine vielseitige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Sachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day

Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülern verboten, Praktika bei der Landtagsfraktion der AfD zu absolvieren. Betroffen ist die jährliche Initiative Girls' und Boys' Day, bei der Jugendliche politische Berufsfelder erkunden. Landesbeamte rechtfertigen den Schritt als notwendig, um demokratische Werte zu schützen.

Über 20 Schüler hatten sich in diesem Jahr für ein Praktikum bei der AfD-Fraktion beworben. Doch das Bildungsministerium des Landes griff ein und verhinderte die Durchführung der Praktika. Minister Jan Riedel unterstützte das Verbot und betonte, dass Schulen verfassungsmäßige Grundsätze wahren müssten.

Riedel begründete die Entscheidung damit, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD aufgrund ihrer Einstufung als rechtsextrem in Teilen Deutschlands inakzeptabel sei. Zudem verwies er auf das, was er als antidemokratische und menschenverachtende Elemente im Programm der Partei bezeichnete. Die AfD hingegen wies den Beschluss als politisch motiviert zurück.

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Ulrich Siegmund, Vorsitzender der AfD-Fraktion, entgegnete, die Fraktion sei rechtlich eigenständig und nicht mit der Partei gleichzusetzen. Trotz dieser Unterscheidung bleibt das Verbot für den anstehenden Berufsorientierungstag bestehen.

Die Einschränkung bedeutet, dass in diesem Jahr keine Schüler ein Praktikum bei der AfD in Sachsen-Anhalt absolvieren werden. Die Haltung des Ministeriums spiegelt die breiteren Bedenken hinsichtlich der Vereinbarkeit der Partei mit demokratischen Normen wider. Die AfD bestreitet weiterhin die Rechtmäßigkeit der Entscheidung und bezeichnet sie als ungerecht und voreingenommen.

Quelle