04 February 2026, 14:27

RSV Eintracht Stahnsdorf erhält reduzierte Geldstrafe nach rassistischem Vorfall im DFB-Pokal

Ein Mann in schwarzem T-Shirt und weißen Shorts steht auf einem Platz, mit der Aufschrift "Hummel USA vs Germany" unten.

Rassismus-Vorfall: DFB senkt Strafe für Stahnsdorf - RSV Eintracht Stahnsdorf erhält reduzierte Geldstrafe nach rassistischem Vorfall im DFB-Pokal

Ein Gericht hat die gegen den RSV Eintracht Stahnsdorf verhängte Geldstrafe nach einem rassistischen Vorfall während eines DFB-Pokal-Spiels reduziert. Der Verein war zunächst mit 5.000 Euro belegt worden, nachdem ein Fan einen Spieler des 1. FC Kaiserslautern rassistisch beleidigt hatte. Die Entscheidung folgt auf schnelle Maßnahmen des Clubs zur Aufarbeitung des Vorfalls.

Der Zwischenfall ereignete sich während der Partie, als ein Stahnsdorfer Anhänger einen gegnerischen Spieler rassistisch beschimpfte. Zuschauer und Sicherheitskräfte griffen umgehend ein, identifizierten den Täter und sorgten dafür, dass das Spiel ohne Unterbrechung fortgesetzt werden konnte. Der Verein übergab die Person sofort der Polizei und kündigte später an, sie aus dem Verein auszuschließen und mit einem Stadionverbot zu belegen.

Im Oktober gab Eintracht Stahnsdorf an, dass der Täter vermutlich kein offizielles Mitglied gewesen sei. Da der Verein bisher keine vergleichbaren Vorfälle in seiner Geschichte verzeichnete, wartet er nun auf die Akten der Staatsanwaltschaft Potsdam, um die Identität des Beschuldigten endgültig zu klären.

Das Gericht reduzierte die ursprüngliche Strafe von 5.000 Euro unter Berücksichtigung mildernder Umstände. Dazu zählten die deutliche Verurteilung des Vorfalls durch den Verein sowie dessen Zusagen zu präventiven Maßnahmen. Bis zu 1.700 Euro der verbleibenden Summe können nun in Anti-Rassismus-Projekte fließen.

Öffentlichen Unterlagen zufolge gab es in den vergangenen zwei Jahren keine dokumentierten Fälle, in denen andere Vereine der Bundesliga oder unterklassiger Ligen wegen rassistischer Vorfälle gerichtlich belangt oder mit Strafen belegt wurden.

Die Herabsetzung der Strafe würdigt die proaktive Haltung Stahnsdorfs. Nun muss der Verein die Identität des Täters endgültig klären und die angekündigten Sanktionen umsetzen. Ein Teil der verbleibenden Strafe wird in die Bekämpfung von Rassismus im Fußball investiert.

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