17 April 2026, 08:10

"Richi"-Meme löst juristischen Streit um Urheberrechte und Privatsphäre aus

Ein Mann in einer schwarzen Kapuzenjacke und einem schwarzen Anzug mit einem weißen Hemd, der ein Mikrofon hält und selbstbewusst vor einer Wand steht.

"Richi"-Meme löst juristischen Streit um Urheberrechte und Privatsphäre aus

Ein viraler Spruch des Schweizer Komikers Hermann Schönbächler hat eine juristische Auseinandersetzung um nicht autorisierte Merchandise-Artikel ausgelöst. Der Ausruf "Richi" wurde vor allem durch die Comedy-Soundboxes des Influencers Zeki bekannt und zum Internetphänomen. Nun hat sich die Familie Schönbächler zu Wort gemeldet: Sie fordert die Löschung des Memes und mehr Respekt vor ihrer Privatsphäre.

Der Spruch "Richi" stammte ursprünglich aus Schönbächlers Bühnenprogramm. Der Influencer Zeki griff ihn später in seinen Soundboxes auf und machte ihn damit viral. Doch wie die Familie Schönbächler nun bekannt gab, habe sie der Nutzung nie zugestimmt – und auch keine Einnahmen aus den Verkäufen erhalten.

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Der Schweizer Rundfunksender SRF bestätigte, dass er keine Rechte an den Audioausschnitten ohne Zustimmung der Beteiligten erteilt habe. Auf Wunsch der Familie kündigte Zeki an, die neueste Version seiner Soundbox ohne den "Richi"-Spruch zu veröffentlichen. Noch vorhandene Bestände der alten Version würden zwar weiter verkauft, künftige Produkte jedoch den rechtlichen Vorgaben entsprechen.

Die Online-Händler Galaxus und Brack reagierten umgehend und nahmen Fan-Artikel mit Schönbächlers Spruch aus ihrem Sortiment. Galaxus bietet jedoch weiterhin Zekis überarbeitete Soundbox an – in der Annahme, dass der Vertriebspartner Swissmeme über die notwendigen Rechte verfügt. Die Familie Schönbächler appellierte unterdessen an die Öffentlichkeit, das Meme ruhen zu lassen und die Privatsphäre ihrer Kinder zu wahren.

Der Streitfall wirft grundsätzliche Fragen zu viralen Inhalten und deren kommerzieller Nutzung ohne Genehmigung auf. Zekis aktualisierte Soundboxes kommen ohne den "Richi"-Clip aus, und die Händler haben ihr Sortiment entsprechend angepasst. Im Mittelpunkt der Debatte bleibt jedoch der Wunsch der Familie Schönbächler nach Privatsphäre.

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