02 January 2026, 02:19

Ricarda Lang lobt Söders Social-Media-Strategie als Vorbild für Bürgerbeteiligung

Eine Konferenzszene mit Sitzenden, die einer Bühne zugewandt sind, auf der eine Diskussion zwischen Medienvertretern und -eigentümern stattfindet, mit einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.

Ricarda Lang lobt Söders Social-Media-Strategie als Vorbild für Bürgerbeteiligung

Ricarda Lang, Spitzenpolitikerin der Grünen, hat Markus Söders Social-Media-Strategie als Vorbild für politische Bürgerbeteiligung gelobt. Die bayerische Ministerpräsidentin hebe sich demnach dadurch hervor, dass sie Lebensstilfragen der Wähler auf eine nachvollziehbare Weise aufgreife und so eine direkte Verbindung herstelle, so Lang.

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Besonders hob sie Söders Fähigkeit hervor, durch seine Online-Präsenz ein Gefühl der Zugehörigkeit zu schaffen. Er vermittle den Menschen das Gefühl, verstanden zu werden – etwa bei Themen wie Fleischkonsum oder Autofahren, wo viele politische Vorverurteilung fürchten.

Laut Lang spielen Emotionen und Wertschätzung in der modernen Politik eine zentrale Rolle. Söder verstehe diese Dynamik besser als die meisten und nutze Social Media gezielt, um seine Nähe zum Alltag der Wähler zu betonen. Trotz dieses Ansatzes vertritt seine CSU eine klare Abgrenzung zur rechtsextremen AfD: Mit einer harten Migrationspolitik und scharfer Rhetorik – AfD-Mitglieder werden als "Verräter" bezeichnet – distanziert sich die Partei bewusst von deren Anhängerschaft. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Söders lebensnaher Kommunikationsstil eine inhaltliche Annäherung an bestimmte politische Gruppen außerhalb der eigenen Partei bedeutet.

Lang unterstreicht mit ihren Aussagen die wachsende Bedeutung emotionaler Ansprache in der politischen Kommunikation. Söders Strategie mag zwar Wähler effektiv erreichen, bleibt aber klar von den Methoden der AfD abgegrenzt. Die CSU positioniert sich weiterhin als Alternative – nicht durch ideologische Schnittmengen, sondern durch klare inhaltliche und rhetorische Abgrenzung.