Ricarda Lang attackiert Markus Söder mit scharfer Karnevalssatire in Aachen
Luisa HartmannRicarda Lang macht Witz über Söder: "Nürnberger Würstchen" - Ricarda Lang attackiert Markus Söder mit scharfer Karnevalssatire in Aachen
Karnevalsveranstaltung in Aachen: Ricarda Lang nutzt Bühne für scharfe politische Satire gegen Markus Söder
Eine Karnevalsveranstaltung in Aachen wurde zur Bühne für beißenden politischen Humor, als Ricarda Lang, Co-Vorsitzende der Grünen, Markus Söder ins Visier nahm. Im Rahmen der Verleihung des Ordens gegen den tierischen Ernst setzte sie dem bayerischen Ministerpräsidenten mit spielerischen, aber gezielten Sticheleien zu. Ihre Äußerungen spielten auf eine frühere Kontroverse zwischen Söder und der Bundesministerin Dorothee Bär (CSU) an, die innerhalb der Union für Diskussionen gesorgt hatte.
Im Mittelpunkt von Langs Rede stand eine Aussage Söders über Bär beim CSU-Parteitag im Dezember. Der Kommentar war damals als herablassend kritisiert worden, auch wenn Bär die Angelegenheit später verharmloste und betonte, sie wisse, dass Söder es nicht ernst gemeint habe. Zudem habe er sich mehrfach entschuldigt, so die Ministerin.
Beim Karnevalsevent bezeichnete Lang Söder als "Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz" – eine Anspielung auf seine damalige Bemerkung. Doch damit nicht genug: Sie unterstellte ihm ob seiner Körpergröße einen "Napoleon-Komplex". Die Spitzen sorgten für Gelächter, warfen aber auch die noch immer schwelenden Spannungen aus dem früheren Wortgefecht auf.
Bär selbst wurde bei derselben Veranstaltung geehrt und erhielt in diesem Jahr den Titel "Ritter des Ordens". Lang nutzte die Gelegenheit, um sie indirekt in Schutz zu nehmen – und bestärkte damit zugleich die Kritik an Söders ursprünglichem Kommentar. Eine öffentliche Reaktion Söders auf Langs Äußerungen blieb bisher aus.
Die Karnevalsrede lenkte die Aufmerksamkeit erneut auf die frühere Kontroverse um Söder, diesmal durch den Rahmen der Satire. Bärs frühere Aussagen und Langs scheinbar lockere, aber treffsichere Kritik hielten das Thema in der Öffentlichkeit präsent. Die Veranstaltung hinterließ den politischen Scherz – und die dahinterstehenden Spannungen – frisch im kollektiven Gedächtnis.






