20 March 2026, 20:21

Rheinland-Pfalz vor historischem Machtwechsel: SPD kämpft um 33-jährige Vorherrschaft

Ein Bleistiftbild mit dem Titel "Nürnberg, Deutschland" von Joseph Mallord William Turner, das eine Stadtansicht mit einem Fluss, Gebäuden, Bäumen und einer Brücke zeigt.

Schweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Rheinland-Pfalz vor historischem Machtwechsel: SPD kämpft um 33-jährige Vorherrschaft

In Rheinland-Pfalz steht die seit Langem regierende SPD-Führung vor einem knappen Rennen bei der bevorstehenden Landtagswahl. Der amtierende Ministerpräsident Alexander Schweitzer führt die Region seit 2022 – und setzt damit eine 33-jährige Phase der SPD-Vorherrschaft fort. Doch diesmal liegen die Umfragen fast gleichauf zwischen seiner Partei und der CDU.

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Die SPD regiert Rheinland-Pfalz mit nur kurzen Unterbrechungen seit 1991. Kurt Beck stand 18 Jahre lang an der Spitze, gefolgt von Malu Dreyer bis 2022, als Schweitzer das Amt übernahm. Die starke Präsenz der Gewerkschaften und die sozialdemokratische Basis des Landes haben die Partei an der Macht gehalten, doch in den letzten Jahren wuchs die Konkurrenz durch die Grünen, während die CDU an Unterstützung verlor.

Aktuelle Umfragen sehen die CDU nun leicht vorn – ein Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnet sich ab. Schweitzer räumte ein, dass der Wahlkampf eng sei, betonte aber, er werde in keinem Fall in einem von der CDU geführten Kabinett mitwirken, falls seine Partei unterliege. Stattdessen machte er deutlich, dass er jede mögliche Koalitionsregierung anführen wolle – und nicht nur eine Nebenrolle spielen werde.

Auf die Frage nach einer großen Koalition mit der CDU wollte sich Schweitzer nicht festlegen. Seine Haltung spiegelt die Ungewissheit des Wahlausgangs wider, wobei sich beide großen Parteien auf schwierige Verhandlungen nach der Abstimmung einstellen.

Die Wahl wird entscheiden, ob die SPD ihre jahrzehntelange Vorherrschaft in Rheinland-Pfalz verlängern kann. Ein Sieg der CDU könnte Schweitzer in die Opposition zwingen, während ein knapper SPD-Erfolg ihn zu Koalitionsgesprächen drängen könnte. Das Ergebnis wird zudem zeigen, ob sich die politische Landschaft des Landes nach Jahren der SPD-Dominanz verschiebt.

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