10 April 2026, 16:11

Reformagenda soll deutsches Wirtschaftswachstum auf ein Prozent verdoppeln

Eine Liniengrafik auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen", die die Produktivitätssteigerungen ohne entsprechende Gewinne für die Mittelschicht zeigt.

Reformagenda soll deutsches Wirtschaftswachstum auf ein Prozent verdoppeln

Die deutsche Wirtschaft kämpft seit Jahren mit schwachem Wachstum und verzeichnete zuletzt nur ein Plus von 0,5 Prozent. Ein schrumpfender Arbeitsmarkt hat die Entwicklung gebremst, doch eine neue Reformagenda soll nun die Wende bringen. Der Wirtschaftsexperte Jens Südekum hält es für möglich, dass die jüngsten Pläne das Wachstumspotenzial des Landes zumindest verdoppeln könnten.

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Die von Finanzminister Lars Klingbeil vorgestellte Reformagenda zielt auf zwei zentrale Bereiche ab. Zum einen soll der Rückgang der Erwerbstätigen gestoppt werden – durch die Aktivierung zusätzlicher Arbeitskräfte und eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Zum anderen setzt die Regierung auf Produktivitätssteigerungen durch neue Technologien sowie höhere Investitionen in Ausrüstung und Infrastruktur.

Fachleute hatten zuvor geschätzt, dass die alten Vorschläge der Ampelkoalition das Wachstum um bis zu 0,9 Prozent steigern könnten. Die aktuellen Pläne gehen jedoch weiter. Südekum, der als Berater für Klingbeil tätig ist, bezeichnet eine Verdopplung des Wachstums auf ein Prozent innerhalb dieser Legislaturperiode als vorsichtige Prognose. Selbst dieses bescheidene Ziel sei seiner Einschätzung nach realistisch.

Gelingt die Umsetzung, könnte die Reform die deutsche Wirtschaft aus ihrer jüngsten Wachstumsschwäche führen. Eine größere Erwerbsbevölkerung und höhere Produktivität könnten das Wachstum auf mindestens ein Prozent anheben. Nun kommt es darauf an, die Maßnahmen noch vor Ende der Legislaturperiode in die Tat umzusetzen.

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