RAPK blockiert versehentlich Maidemo – wie Kreuzbergs Rap-Trio die Proteste lahmlegte
Jonas HofmannRAPK blockiert versehentlich Maidemo – wie Kreuzbergs Rap-Trio die Proteste lahmlegte
Das Berliner Rap-Trio RAPK aus Kreuzberg ist seit langem fester Bestandteil der Maifeierlichkeiten in der Hauptstadt. Ihr jährliches Solidaritätskonzert, das seit dem Ende der Myfest-Tradition stattfindet, soll das Viertel durch Musik und Protest zusammenbringen. Doch in diesem Jahr führte ihr Auftritt zu unerwarteten Komplikationen für die Revolutionäre Maidemonstration.
RAPK besteht aus Victor, Tariq und Gustav, deren Musik den Alltag in Kreuzberg mit scharfer Gesellschaftskritik verbindet. In ihren Texten gehen sie Themen wie Drogensucht, Rassismus durch Polizeikontrollen und Gentrifizierung an – und machen politische Botschaften so einem breiteren Publikum zugänglich. Für die Gruppe sind Musik und Protest natürliche Verbündete, die sich gegenseitig befeuern.
Ihr Konzert am 1. Mai 2023, das die lokale Gemeinschaft unterstützen sollte, blockierte versehentlich die Route der Revolutionären Maidemo. Als sich die Menge für den Auftritt versammelte, kam der Demonstrationszug zum Stehen. RAPK reagierte mit Durchsagen über die Lautsprecheranlage und Aufrufen auf Instagram, die Zuschauer aufzufordern, die Straße freizumachen. Trotz ihrer Bemühungen gab es Verzögerungen für den Marsch.
Das Trio bedauerte später die Störung und entschuldigte sich für seine Mitverantwortung an den Verzögerungen. Für die Zukunft haben sie sich zu einer besseren Planung verpflichtet: Künftig sollen Konzerte und Demonstrationen räumlich getrennt stattfinden, um ähnliche Behinderungen zu vermeiden.
Trotzdem betrachten RAPK die Revolutionäre Maidemo weiterhin als ein intensives und unverzichtbares Ereignis. Ihr Ziel bleibt dasselbe: Protest verstärken, Menschen verbinden und politische Botschaften durch Musik lebendig halten.
Der Vorfall hat die Gruppe dazu veranlasst, ihren Ansatz für den nächsten 1. Mai anzupassen. Durch eine klare räumliche Trennung von Konzerten und Demonstrationszügen wollen sie weitere Verzögerungen vermeiden. Gleichzeitig bleibt ihre Musik ein Spiegel der Kreuzberger Realität – und treibt weiterhin den Kampf für gesellschaftlichen Wandel voran.






