05 May 2026, 12:09

Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, mit einem Gebäude im Hintergrund, das Fenster, Bögen, Säulen und Skulpturen aufweist.

Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Am Samstag fand vor dem Hauptbahnhof von Halle eine Protestkundgebung gegen die Gladiator Fight Academy statt. Die Demonstranten warfen der Kampfsportschule vor, ein Treffpunkt der rechtsextremen Szene zu sein, und forderten ihre Schließung. Mit Sprechchören wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ heizte sich die Stimmung weiter auf.

Der Protest folgte einem umstrittenen Kampfsport-Event in Teutschenthal, bei dem die Gladiator Fight Academy ihre neue Gladiator Fight Series präsentierte. Während die Veranstalter von 300 Besuchern sprachen, schätzte die Polizei die Zahl auf etwa 170 Personen.

Die Gladiator Fight Academy steht seit Langem in der Kritik, weil ihr vorgeworfen wird, Verbindungen zur rechtsextremen Szene zu unterhalten. Protestierende argumentieren, die Schule fördere Gewalt und Diskriminierung und diene als Rekrutierungsort für Extremisten. Besonders empört zeigte man sich, dass die Premiere der Kampfserie in einem kommunalen Kulturzentrum stattfand – was Fragen zur Nutzung öffentlicher Räume aufwirft.

Zu den zentralen Figuren der Kampfsportschule zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer der rechtsextremen Gruppe Jungsturm Erfurt. Auch Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer des Gyms, und Christopher Henze, der angeblich Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Szene pflegt, gehören zum engeren Umfeld.

Das Event in Teutschenthal sorgte für Aufsehen, als mehrere Kandidaten der Alternative für Deutschland (AfD) daran teilnahmen, darunter Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß. Ihre Anwesenheit befeuerte die Vorwürfe, die Gladiator Fight Academy stehe in Verbindung mit rechtsextremen Kreisen.

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Die Demonstranten versammelten sich, um ihre Besorgnis zum Ausdruck zu bringen, und forderten die sofortige Schließung der Kampfsportschule. Sie warnten, solche Einrichtungen würden extremistisches Gedankengut normalisieren und eine Gefahr für die lokale Gemeinschaft darstellen.

Der Protest zeigt das wachsende Widerstandspotenzial gegen die Gladiator Fight Academy und ihre Aktivitäten. Die Behörden geraten zunehmend unter Druck, die Arbeit des Gyms und dessen Nutzung öffentlicher Einrichtungen zu überprüfen. Die Teilnahme von AfD-Vertretern und Personen mit rechtsextremen Verbindungen hat die kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Kampfsportschule in der lokalen Politik weiter verschärft.

Quelle