07 March 2026, 02:09

ProBatman: Wie Deutschland das Batterie-Recycling mit Lithium-Ionen-Akkus revolutioniert

Vier grüne Li-Ion-Akkus mit der Aufschrift "Li-Ion" und "18650" in schwarzer Schrift, nebeneinander auf einer weißen Fläche angeordnet.

ProBatman: Wie Deutschland das Batterie-Recycling mit Lithium-Ionen-Akkus revolutioniert

ProBatman: Neues Forschungsprojekt revolutioniert das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien in Deutschland

Ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen ProBatman nimmt sich einer der größten Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft an: dem Recycling von Lithium-Ionen-Batterien in Deutschland. Das Projekt vereint führende Unternehmen und Forschungseinrichtungen, um wertvolle Rohstoffe aus alten Batterien zurückzugewinnen – und das bei deutlich geringeren Emissionen. Bis 2040 soll die Initiative jährlich mehrere hunderttausend Tonnen ausgedienter Batterien verarbeiten.

Zum ProBatman-Konsortium zählen schwergewichtige Partner wie die BMW AG, die EurA AG, das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, die Netzsch-Gruppe sowie die Universität Würzburg. Unterstützung erhalten sie unter anderem von Unternehmen wie Veolia, das bereits Pilotprojekte zum Batterierecycling unter strengen EU- und deutschen Vorschriften durchführt.

Bisherige Verfahren zur Wiederverwertung von Lithium-Batterien schaffen es nur, einen Bruchteil der Materialien zurückzugewinnen – oft bei hohem Energieverbrauch oder mit großem Bedarf an Zusatzstoffen. ProBatman setzt hier an: Durch sicheres Zerlegen der Batteriezellen unter Schutzgas, die Trennung aktiver Materialien und die Sortierung der Komponenten mit innovativen Technologien soll der Prozess effizienter und umweltfreundlicher werden.

Das Fraunhofer ISC steuert seine Expertise in der Batteriematerialforschung und -analytik bei und stellt eine Pilotfertigungslinie für Pouch-Zellen bereit. Parallel erforscht das Fraunhofer-Forschungs- und Entwicklungszentrum für Elektromobilität (FZEB) "Design-for-Recycling"-Ansätze und digitale Zwillinge, um Batterien von vornherein recycelbarer zu gestalten.

Bis 2040 könnten in Deutschland jährlich bis zu 360.000 Tonnen ausgedienter Lithium-Ionen-Batterien anfallen. ProBatman plant, davon 340.000 Tonnen zu verarbeiten – und damit potenziell 1,3 Gigatonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr einzusparen. Jeder Schritt des Verfahrens wird auf Skalierbarkeit, Umweltverträglichkeit und Sicherheit geprüft.

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Ziel des Projekts ist es, möglichst viele Batteriekomponenten zurückzugewinnen – von flüchtigen Stoffen bis hin zu leitfähigen Salzen. Gelingt dies, könnte ProBatman den Abfall und die Emissionen aus der Batterieentsorgung drastisch reduzieren. Die entwickelten Technologien sollen anschließend in der wachsenden deutschen Recyclingbranche unter Realbedingungen getestet werden.

Quelle