26 February 2026, 14:43

PKA-Ausbildung: Zwischen Tradition und digitalem Wandel in deutschen Apotheken

Ein Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Briefmarke mit der Aufschrift "Pharmazie-Theorie" und einem dekorativen Rahmen.

PKA-Ausbildung: Zwischen Tradition und digitalem Wandel in deutschen Apotheken

Das Ausbildungsprogramm für Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) in Deutschland bereitet Auszubildende auf eine Mischung aus praktischen und administrativen Tätigkeiten in Apotheken vor. Innerhalb von drei Jahren wechseln sich Berufsschulunterricht und praktische Arbeit ab. Der Lehrplan umfasst 13 Spezialgebiete – von Lagerverwaltung bis Marketing –, steht jedoch in der Kritik, mit der digitalen Entwicklung nicht Schritt zu halten.

Das PKA-Programm verbindet theoretisches Lernen mit praktischer Erfahrung. Die Auszubildenden verbringen einen Teil der Woche in einer Apotheke, wo sie Fähigkeiten wie den Umgang mit Apothekenverwaltungssystemen (AVS) und logistische Abläufe anwenden. Den Rest der Zeit besuchen sie die Berufsschule, wo sie betriebswirtschaftliche Grundlagen und prozessorientierte Fächer statt klassischer akademischer Inhalte studieren.

Die Schwerpunkte auf Logistik und Lagerverwaltung haben durch aktuelle Lieferkettenherausforderungen an Relevanz gewonnen. Doch zentrale digitale Entwicklungen – etwa KI-gestützte Bestandsverwaltung, E-Rezepte oder digitale Abrechnungssysteme – kommen im Lehrplan kaum vor. Zwar erwerben die Auszubildenden solides Grundwissen, doch die zögerliche Anpassung an neue Technologien hinterlässt Lücken für die Anforderungen moderner Apotheken.

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Neben pharmazeutischen Kerntätigkeiten übernehmen PKAs oft weitere Verantwortungsbereiche wie Qualitätsmanagement oder IT-Support. Dennoch legt die Standardausbildung nach wie vor einen Fokus auf nicht-pharmazeutische Produkte – ein Relikt älterer Apothekenstrukturen. Leistungsstarke Auszubildende können die Ausbildung verkürzen, doch die grundlegende Struktur basiert weiterhin auf den Verordnungen von 2012.

Die PKA-Ausbildung vermittelt zwar essenzielle Fähigkeiten für den Apothekenbetrieb, doch der veraltete Umgang mit der Digitalisierung passt nicht zu den aktuellen Branchenanforderungen. Während Apotheken zunehmend auf Technologie setzen, könnte eine Aktualisierung des Lehrplans um Themen wie KI, E-Rezepte und moderne Abrechnungssysteme notwendig sein. Ohne solche Anpassungen droht Auszubildenden der Einstieg in den Beruf mit Defiziten in entscheidenden digitalen Kompetenzen.