16 March 2026, 10:10

Pendlerströme in Sachsen-Anhalt sinken leicht – doch jeder Fünfte arbeitet außerhalb

Ein detaillierter Stadtplan von Karlsruhe, Deutschland aus dem Jahr 1900, mit Text und umfassender Stadtübersicht.

Anzahl der Pendler in Sachsen-Anhalt leicht gesunken - Pendlerströme in Sachsen-Anhalt sinken leicht – doch jeder Fünfte arbeitet außerhalb

Die Zahl der Pendler, die nach Sachsen-Anhalt ein- und ausreisen, ist leicht zurückgegangen. Dennoch fahren weiterhin etwa 75.700 Menschen aus anderen Bundesländern in die Region zur Arbeit, während rund 148.000 Einwohner außerhalb ihrer Landesgrenzen tätig sind. Als Hauptgrund für diese Entwicklung nennen Behörden die schwächere Arbeitsmarktentwicklung.

Im Juni 2025 arbeiteten etwa 148.000 Beschäftigte aus Sachsen-Anhalt in anderen Bundesländern – rund 600 weniger als im Vorjahr. Beliebte Ziele der ausgehenden Pendler waren vor allem Sachsen, Niedersachsen und Thüringen. Besonders stark vertreten waren Fachkräfte aus den Bereichen verarbeitendes Gewerbe, Einzelhandel, Transport und Baugewerbe.

Gleichzeitig verzeichnete das Land rund 75.700 Einpendler aus anderen deutschen Regionen, zusätzlich kamen etwa 5.400 Arbeitskräfte aus dem Ausland. Die meisten von ihnen stammten aus Sachsen, Niedersachsen, Thüringen und Brandenburg. Nach wie vor überquert etwa jeder fünfte erwerbstätige Einwohner Sachsen-Anhalts für seine Arbeit die Landesgrenze.

In den vergangenen fünf Jahren haben benachbarte Bundesländer Maßnahmen ergriffen, um die Pendlerströme zu verringern. Brandenburg erhöhte das Pendlergeld auf 38 Cent pro Kilometer und investierte in den öffentlichen Nahverkehr. Thüringen führte das Thüringer Jobticket ein, das günstigere Fahrten im Regionalverkehr ermöglicht. Niedersachsen gewährte steuerliche Entlastungen für grenzüberschreitend Pendelnde über den Nds. Pendlerbonus, während Sachsen im Rahmen des Programms Sachsen.Job 500 Millionen Euro für die Schaffung lokaler Arbeitsplätze bereitstellte.

Markus Behrens, Leiter der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, führte den Rückgang der Pendlerzahlen auf das verlangsamte Beschäftigungswachstum in Sachsen-Anhalt zurück. Dennoch bleibe das Land ein wichtiger Arbeitsmarkt für Beschäftigte aus der Umgebung.

Der leichte Rückgang beim grenzüberschreitenden Pendeln spiegelt allgemeine wirtschaftliche Trends in Sachsen-Anhalt wider. Da weniger Einwohner für die Arbeit wegziehen und auch die Zahl der Einpendler leicht sinkt, scheint sich der Arbeitsmarkt im Land zu stabilisieren. Die Nachbarregionen setzen weiterhin auf Maßnahmen, um die Abhängigkeit von überregionaler Beschäftigung zu verringern.

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