11 June 2026, 04:06

PCK-Raffinerie kämpft mit Öl-Lieferengpässen nach russischem Transitstopp

Minister: Polen unterstützt PCK-Raffinerie

PCK-Raffinerie kämpft mit Öl-Lieferengpässen nach russischem Transitstopp

Die PCK-Raffinerie in Deutschland steht vor Versorgungsproblemen, nachdem Russland den Transit von kasachischem Öl gestoppt hat. Von dieser Unterbrechung sind etwa 20 Prozent des in der Anlage verarbeiteten Rohöls betroffen. Nun wird nach alternativen Lieferwegen gesucht, um die Produktion stabil zu halten.

Im Mai hatte Russland die Lieferungen von kasachischem Öl durch die Druschba-Pipeline eingestellt. Trotz dieser Einschränkung arbeitete die PCK-Raffinerie weiterhin mit 82 Prozent ihrer Kapazität – gestützt auf bestehende Reserven.

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Die Raffinerie versorgt weite Teile Nordostdeutschlands sowie den Großraum Berlin mit Kraftstoffen. Sie befindet sich zu 54 Prozent im Besitz deutscher Tochtergesellschaften von Rosneft, die aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine unter BundesTreuhandschaft stehen.

Um die Produktion abzusichern, laufen Verhandlungen, um mehr Öl über den Hafen von Danzig (Gdańsk) zur PCK-Raffinerie umzuleiten. Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement zeigt sich optimistisch, dass die Bemühungen Fortschritte machen. Bisher gab es jedoch keinen Durchbruch zwischen der Bundesregierung und Polen. Zwar signalisiert Polen Bereitschaft zur Unterstützung, zögert aber, in direkte Gespräche mit Rosneft Deutschland einzutreten.

Wie lange die Lieferengpässe anhalten werden, bleibt ungewiss. Alternativrouten wie der Hafen von Danzig werden geprüft, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Fähigkeit der Raffinerie, die Produktion zu sichern, hängt davon ab, ob diese logistischen und politischen Herausforderungen gelöst werden können.

Quelle