Ostdeutschlands Bauarbeiter erhalten 5,3 Prozent mehr Lohn – ein historischer Schritt zur Gleichheit
Clara HartmannOstdeutschlands Bauarbeiter erhalten 5,3 Prozent mehr Lohn – ein historischer Schritt zur Gleichheit
Baulöhne in Ostdeutschland steigen um 5,3 Prozent – höher als im Westen mit 3,9 Prozent
Die Lohnerhöhung für Bauarbeiter in Ostdeutschland markiert einen wichtigen Schritt zur Schließung der seit langem bestehenden Lohnkluft zwischen den beiden Regionen. Nach 35 Jahren Wiedervereinigung wird das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" nun endlich umgesetzt. Die Baubranche in Deutschland beschäftigt bundesweit rund 920.000 Beschäftigte, davon über 600.000 im Westen. Die jüngste Tarifeinigung zielt darauf ab, jahrzehntelange Ungleichheiten bei der Bezahlung zwischen Ost und West auszugleichen.
Das aktuelle Tarifabkommen gilt bis zum 31. März 2027. Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, bezeichnete die Vereinbarung als "historischen Meilenstein". Zum ersten Mal erhalten Arbeitnehmer in beiden Regionen eine fairere und ausgewogenere Vergütung.
Die Angleichung der Löhne ist das Ergebnis jahrelanger Verhandlungen und politischen Drucks. Seit der Wiedervereinigung 1990 verdienten Beschäftigte im Osten durchgehend weniger als ihre Kollegen im Westen. Mit diesem Abkommen rückt nun eine annähernde Lohnparität in greifbare Nähe.
Die neue Lohnstruktur beseitigt eine langjährige Spaltung auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Während die Löhne im Osten um 5,3 Prozent steigen, gibt es im Westen eine Erhöhung um 3,9 Prozent. Die Einigung sichert bis mindestens 2027 fairere Bezahlung im gesamten Land.






