Ostdeutsche Städte suchen Lösungen gegen eskalierende Jugendgewalt in Schulen
Ostdeutsche Bürgermeister beraten über Schulgewalt - Ostdeutsche Städte suchen Lösungen gegen eskalierende Jugendgewalt in Schulen
Bürgermeister aus ostdeutschen Städten treffen sich an diesem Donnerstag und Freitag in Cottbus, um über die zunehmende Jugendgewalt zu beraten. Das Thema hat an Dringlichkeit gewonnen, nachdem es in Schulen und Stadtteilen wiederholt zu Auseinandersetzungen mit Minderjährigen gekommen ist. Cottbus' Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) bezeichnete die Lage als "Weckruf" für die Region.
Gewalttaten unter Kindern und Jugendlichen haben in Cottbus in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Nach Polizeistatistiken stieg die Zahl der Vorfälle zwischen 2024 und 2025 um 25 Prozent – von 1.247 auf 1.563 registrierte Fälle. Nach jüngsten Angriffen wurden mehrere Schüler vorübergehend von der Schule verwiesen, woraufhin Eltern in einem offenen Brief Forderungen nach Maßnahmen erhoben.
Als Reaktion darauf starteten die Stadt und das Land Brandenburg 2024 die Cottbus-Strategie gegen Jugendgewalt. Dazu gehörten mehr Polizeistreifen in Schulen, Präventionsprogramme wie Keine Hassrede sowie zusätzliche 5 Millionen Euro im Jahr 2025 für die Jugendarbeit. Trotz dieser Bemühungen warnt Schick, dass sich die Gewalt weiter ausbreitet.
Auf der Konferenz wird sich Schick für eine stärkere Prävention, klarere Regeln und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Schulen, Jugendhilfe, Polizei und Kommunalbehörden einsetzen. Zudem wird er das Problem am Freitag gegen 13:00 Uhr in einer Pressekonferenz direkt ansprechen.
Ziel des Treffens ist es, Lösungen für ein Problem zu finden, das sowohl Schulen als auch den öffentlichen Raum betrifft. Schick betonte, dass Sicherheit entscheidend für den sozialen Zusammenhalt in Cottbus sei. Die Ergebnisse der Gespräche könnten künftige Politiken zur Bekämpfung von Jugendgewalt in der Region prägen.
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