Nicole Büttner will FDP-Führungskampf 2026 mitgestalten – und kritisiert Eigeninteressen
Luisa HartmannNicole Büttner will FDP-Führungskampf 2026 mitgestalten – und kritisiert Eigeninteressen
Nicole Büttner, die amtierende FDP-Generalsekretärin, hat signalisiert, bereit zu sein, innerhalb der Partei eine größere Rolle zu übernehmen. Ihre Äußerungen fallen vor dem für Mai 2026 geplanten Führungskampf, der auf den Rücktritt von Christian Dürr und die Neuaufstellung des Vorstands folgt. Dieser Wandel steht im Zusammenhang mit dem Druck, der durch das schlechte Abschneiden der FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 22. März 2026 entstanden ist.
Büttner hat deutlich gemacht, dass sie die Zukunft der liberalen Politik mitgestalten möchte. Sie bedankte sich bei der FDP für die Unterstützung und betonte ihr Engagement für den organisierten Liberalismus. Gleichzeitig kritisierte sie mögliche Kandidaten, die den innerparteilichen Machtkampf nutzen könnten, um eigene Agenden voranzutreiben. Solche Personen, so ihr Argument, stellten ihr Eigeninteresse über den langfristigen Erfolg der Partei.
Neben ihrer nationalen Funktion leitet Büttner den Ausschuss für Sicherheit und Verteidigung im Europäischen Parlament. Diese Position verstärkt ihr politisches Gewicht in einer Phase des Umbruchs für die FDP. Zwar hat sie keine offizielle Kandidatur für den Parteivorsitz angekündigt, doch bestätigte sie ihre Bereitschaft, eine Co-Vorsitzende zu werden, falls die Partei diesen Weg einschlagen sollte.
Als Generalsekretärin verfügt sie bereits über beträchtlichen Einfluss. Angesichts von Dürrs Rückzug und den internen Herausforderungen der Partei könnte ihre Haltung die künftige Ausrichtung der FDP in den kommenden Jahren prägen.
Der Führungskampf wird auf dem Parteitag im Mai 2026 ausgetragen. Büttners mögliche Kandidatur folgt auf eine Phase von Wahlniederlagen und innerparteilicher Reflexion. Ihre Erfahrung in der nationalen wie europäischen Politik positioniert sie als zentrale Figur für die nächste Phase der FDP.






