17 March 2026, 14:09

Neuer Eklat in der Linkspartei: Gysi und der Vorwurf rassistischer Narrative

Demonstranten halten ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Pfahl, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Gysi steht scharfer Kritik von migrantischen Linken gegenüber - Neuer Eklat in der Linkspartei: Gysi und der Vorwurf rassistischer Narrative

In der Linkspartei ist ein neuer Streit über Antisemitismus entbrannt. Die "Migrantische Linke", eine innerparteiliche Gruppe mit Fokus auf Migrationsfragen, wirft dem früheren Parteichef Gregor Gysi vor, in einem aktuellen Interview "rassistische Narrative" verbreitet zu haben. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen seine Äußerungen, die migrantische Mitglieder mit einem Anstieg antisemitischer Tendenzen innerhalb der Partei in Verbindung bringen.

Auslöser des Konflikts war ein Gespräch Gysis mit dem Magazin Focus über Antisemitismus in der Linkspartei. Darin deutete er an, dass Parteimitglieder mit Migrationshintergrund verzerrte Vorstellungen von Israel hätten und so Spannungen schürten. Die "Migrantische Linke" reagierte mit einem Video auf Instagram, in dem sie die umstrittene Passage herausstellte und Gysis Aussagen als spaltend verurteilte.

Parteivorsitzender Jan van Aken kritisierte Gysis Äußerungen und betonte, Antisemitismus sei ein gesamtgesellschaftliches Problem und nicht auf bestimmte Gruppen beschränkt. Er schlug ein Treffen der beteiligten Seiten vor, um die Differenzen beizulegen. Unterdessen erklärte Gysis Büro, man habe keine offizielle Beschwerde erhalten; eine öffentliche Stellungnahme zu den Vorwürfen steht noch aus.

Der aktuelle Streit ist Teil eines langwierigen innerparteilichen Konflikts über die Haltung der Linkspartei zu Israel und dem Gaza-Krieg. Unter Gysis Einfluss wurden bereits Sanktionen gegen Mitglieder verhängt, die sich mit Palästina solidarisch zeigten – darunter Parteiausschlüsse und Amtsverbote. Seine öffentliche Unterstützung des Zionismus hat die Gräben in der Partei weiter vertieft.

Bisher bleibt der Streit ungelöst, eine offizielle Reaktion Gysis steht aus. Die Vorwürfe der "Migrantischen Linken" und van Akens Aufruf zum Dialog unterstreichen die anhaltenden Spannungen um Antisemitismus und die Israel-Politik der Partei. Der Konflikt spiegelt die tiefer liegenden ideologischen Kämpfe innerhalb der Linkspartei wider.

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