Neue Rentenreform: Riester-Rente soll durch einfaches Standardmodell ersetzt werden
Jonas HofmannGünstigere Rente gefordert: 100.000 Menschen unterzeichnen Petition - Neue Rentenreform: Riester-Rente soll durch einfaches Standardmodell ersetzt werden
Ein neues staatlich gefördertes Rentensystem soll das aktuelle Riester-Rente-Modell ersetzen, das von Beamten als zu kompliziert und kaum genutzt kritisiert wird. Die öffentliche Unterstützung für die Reform wächst – über 100.000 Menschen haben bereits eine Petition unterzeichnet, die niedrigere Gebühren für die geplanten Sparverträge fordert.
Die Finanztip Stiftung hat sich an die Spitze der Forderungen nach strengeren Obergrenzen gesetzt und argumentiert, dass hohe Kosten die spätere Auszahlung für Sparer deutlich schmälern könnten.
Der Reformentwurf sieht ein Standard-Rentenprodukt mit einer maximalen Jahresgebühr von 1,5 Prozent vor. Eine aktuelle Umfrage von Finanztip ergab jedoch, dass nur 23 Prozent der potenziellen Nutzer diesen Satz für akzeptabel halten. Stattdessen sprechen sich 30 Prozent für eine strikte Obergrenze von 0,5 Prozent aus, während weitere 28 Prozent maximal 1 Prozent befürworten würden.
Für 78 Prozent der Befragten haben niedrige Gebühren höchste Priorität. Die Umfrage zeigte zudem, dass einfache Steuerregeln und flexible Auszahlungsmöglichkeiten für viele entscheidend sind. Eine Beispielrechnung von Finanztip veranschaulichte, wie selbst kleine Unterschiede bei den Gebühren die über die Jahre angesparten Ersparnisse deutlich mindern können.
Die Finanztip Stiftung drängt auf eine Gebührenobergrenze von 0,5 Prozent und warnt, dass höhere Kosten die Teilnahmebereitschaft dämpfen könnten. Neben der Gebührenkontrolle schlägt die Reform eine erhöhte Grundförderung vor, die sich am Einkommen orientiert – ein Anreiz, um das System für Sparer attraktiver zu machen.
Die geplanten Änderungen gehen nun mit öffentlicher Rückendeckung für niedrigere Gebühren in die nächste Runde. Sollte die Reform umgesetzt werden, würde die Riester-Rente durch ein einfacheres und zugänglicheres Rentenprodukt ersetzt. Die nächsten Schritte der Regierung werden zeigen, ob die Gebührenobergrenzen und Zuschüsse den Erwartungen der künftigen Nutzer gerecht werden.