24 May 2026, 16:13

Neue Karten zeigen: Niedersachsen setzt auf Tiefengeothermie als Energiewende-Beschleuniger

Diese Regionen eignen sich gut für geothermische Projekte

Neue Karten zeigen: Niedersachsen setzt auf Tiefengeothermie als Energiewende-Beschleuniger

Neue Kartenserie soll Tiefengeothermie in Niedersachsen vorantreiben

Der Geothermiedienst Niedersachsen (NGD) beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat eine neue Kartenserie veröffentlicht, die vielversprechende Regionen für die Gewinnung von Tiefengeothermie aufzeigt. Die Nachfrage nach dieser Energiequelle steigt bei Kommunen, Versorgern und Großverbrauchern rasant an.

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Bei der Tiefengeothermie werden Bohrungen in mehr als 400 Meter Tiefe niedergebracht, wobei die meisten deutschen Anlagen zwischen 2.000 und 3.500 Meter erreichen. Dabei wird heißes Wasser über eine Bohrung gefördert, seine Wärme für Fernwärme oder Industrieprozesse genutzt und das abgekühlte Wasser anschließend wieder in den Untergrund zurückgeleitet. Die neuen Karten konzentrieren sich auf die Exter-Formation, eine über 200 Millionen Jahre alte Gesteinsschicht, die bis zu 2.600 Meter tief liegen und Temperaturen von über 100 °C aufweisen kann.

Die Karten basieren auf Daten von mehr als 1.100 Tiefbohrungen in ganz Niedersachsen. Sie sollen Gemeinden, Planern und Unternehmen helfen, geeignete Standorte für Geothermieprojekte zu identifizieren. Besonders in Norddeutschland schlummert noch ein erhebliches, ungenutztes Potenzial – allerdings bleiben hohe Bohrkosten und Explorationsrisiken Herausforderungen.

Die Tiefengeothermie wird eine Schlüsselrolle bei der Energiewende in der Region spielen. Die betreffenden Gesteinsschichten enthalten wasserdurchlässige Sandsteine, die sich ideal für die geothermische Nutzung eignen. Die Karten sind nun online für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die neue Serie liefert detaillierte geologische Erkenntnisse, um die Entwicklung der Geothermie zu unterstützen. Angesichts des wachsenden Interesses an dieser Technologie in Niedersachsen könnten die Daten helfen, Risiken für zukünftige Projekte zu verringern, indem sie die besten Standorte ausweisen.

Quelle