Neue Betrugsmaschen: Wie Kriminelle WhatsApp und Telegram für Ghost Pairing nutzen
Jonas HofmannNeue Betrugsmaschen: Wie Kriminelle WhatsApp und Telegram für Ghost Pairing nutzen
Kriminelle nutzen Messenger-Dienste wie WhatsApp und Telegram immer häufiger für Betrug
Betrüger setzen zunehmend auf Messaging-Apps wie WhatsApp und Telegram, um Nutzer zu täuschen. Neue Maschen wie Ghost Pairing oder Quishing nehmen zu, während klassische Tricks wie der Enkeltrick nach wie vor funktionieren. Behörden warnen: Selbst verschlüsselte Chats bieten keinen absoluten Schutz vor diesen Methoden.
Eine wachsende Gefahr ist Ghost Pairing, bei dem Angreifer heimlich Zugriff auf ein WhatsApp-Konto erlangen. Oft beginnt der Betrug mit einer Nachricht eines vermeintlich vertrauenswürdigen Kontakts, die einen schädlichen Link enthält. Wird dieser angeklickt, nutzen die Täter die Telefonnummer des Opfers, um einen Bestätigungscode abzufangen – und koppeln so ihr eigenes Gerät, ohne dass es auffällt.
Eine weitere neue Betrugsmasche ist Quishing, eine Mischung aus QR-Code-Betrug und Phishing. Opfer erhalten gefälschte Lieferbenachrichtigungen, die sie zum Scannen eines QR-Codes auffordern. Dieser leitet sie auf manipulierte Webseiten weiter, die entweder persönliche Daten abgreifen oder Schadsoftware installieren.
Auch die deutsche Finanzaufsicht BaFin warnt vor Anlagebetrug in privaten Messenger-Gruppen. Betrüger locken mit versprochenen hohen Renditen in dubiose Geschäfte. Sicherheitsexperten raten, in den App-Einstellungen die verknüpften Geräte zu prüfen und die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren, um Risiken zu minimieren.
Trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleiben Messenger-Apps wegen ihrer Beliebtheit ein Hauptziel für Kriminelle. Nutzer sollten unerwartete Nachrichten mit Links oder QR-Codes hinterfragen und finanzielle Anfragen telefonisch bestätigen.
Die Betrugsmethoden auf Messaging-Plattformen entwickeln sich stetig weiter – mit verfeinerten Techniken wie Ghost Pairing oder Quishing. Behörden und Experten betonen die Notwendigkeit von Wachsamkeit: Regelmäßige Geräteprüfungen und Skepsis gegenüber unerbetenen Finanzangeboten sind essenziell. Ohne Vorsicht können selbst verschlüsselte Chats zum Einfallstor für Betrug werden.






