26 January 2026, 22:22

Neubulach schafft kostenlosen ÖPNV für Touristen zum Jahresende ab

Ein alte Karte von Neubunn, Deutschland, mit einem schwarzen Hintergrund, die detaillierte Straßen, Gebäude und andere Merkmale zeigt.

Neubulach schafft kostenlosen ÖPNV für Touristen zum Jahresende ab

Neubulach stellt kostenlosen ÖPNV für Touristen ein

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Die Gemeinde Neubulach hat bekannt gegeben, dass sie zum Jahresende die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für Touristen einstellen wird. Der Gemeinderat stimmte einstimmig dafür, das Konus-Ticket abzuschaffen, das Besuchern bisher ermöglichte, Busse und Züge in der Region ohne zusätzliche Kosten zu nutzen. Als Hauptgründe nannte die Verwaltung die sehr geringe Nutzung sowie die Einführung des bundesweiten Deutschlandtickets.

Das Konus-Ticket stand Gästen, die in Neubulach übernachteten, seit mehreren Jahren zur Verfügung. Die Gemeinde beteiligte sich jährlich mit mehreren tausend Euro an der Finanzierung des Programms – rund 7.300 Euro im Jahr 2023 und etwa 9.500 Euro in diesem Jahr. Trotz der Investitionen wurde das Angebot kaum genutzt: Nur zwölf Tickets wurden 2023 eingelöst, 2024 waren es lediglich fünf.

Neubulach folgt damit dem Beispiel der Nachbargemeinde Schömberg, die ebenfalls beschlossen hatte, das Konus-Ticket nicht zu verlängern. Beide Kommunen verweisen nun auf das Deutschlandticket, das seit dem vergangenen Jahr als günstige bundesweite Alternative verfügbar ist. Die neuen Daten zeigen zwar, dass die Übernachtungszahlen in Neubulach gestiegen sind – von knapp 15.000 im Jahr 2023 auf fast 19.000 in diesem Jahr. Doch das mangelnde Interesse am kostenlosen Nahverkehrsangebot machte die Fortführung des Programms unwirtschaftlich. Bisher haben keine weiteren Gemeinden in der Region angekündigt, das Konus-Ticket 2025 abzuschaffen.

Das kostenlose Angebot endet offiziell im Dezember. Touristen in Neubulach müssen dann auf das Deutschlandticket oder andere Verkehrsmittel ausweichen. Die Entscheidung des Gemeinderats spiegelt sowohl die geringe Nachfrage nach dem Konus-Ticket als auch die Verfügbarkeit günstigerer bundesweiter Alternativen wider.