Nagelsmanns DFB-Elf kämpft mit defensiven Lücken vor Paraguay-Duell
Luisa HartmannNagelsmanns DFB-Elf kämpft mit defensiven Lücken vor Paraguay-Duell
Die deutsche Nationalmannschaft steht vor anhaltenden Herausforderungen im Vorfeld des Spiels gegen Paraguay. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Schwächen in der körperlichen Präsenz und in Zweikampfsituationen eingeräumt, während defensive Probleme weiterhin bestehen. Trotz eines Sieges gegen Curaçao haben die jüngsten Leistungen der Mannschaft Bedenken geweckt.
Nagelsmann gab zu, dass seinem Team in Eins-gegen-Eins-Duellen die nötige Härte fehlt. Auch im Angriff mangelt es an Variabilität – die Spieler zeigen ähnliche Stärken, was das Spiel in engen Räumen vorhersehbar macht. In der Defensive sorgen vor allem die anfällige rechte Seite mit Joshua Kimmich sowie Unsicherheiten im Tor mit Manuel Neuer immer wieder für Probleme.
Einzelne Akteure wie Nathaniel Phillips und Deniz Undav haben mit Explosivität und Dynamik überzeugt. Doch diese Lichtblicke können nicht über die grundsätzlichen Schwächen hinweg täuschen. Historisch stark gegen favorisierte Gegner, tut sich die DFB-Elf oft schwer gegen taktisch disziplinierte Teams.
Teamdirektor Rudi Völler zeigte sich vor dem Paraguay-Spiel gelassen und betonte, er sei „völlig entspannt“. Die jüngsten Qualifikationserfolge Paraguays gegen Brasilien und Argentinien sollten jedoch als deutliche Warnung dienen. Der DFB setzt indes auf einen besonneneren Ansatz für die WM 2026 und stellt die sportliche Leistung über äußere Ablenkungen.
Das Spiel gegen Paraguay wird zeigen, ob Deutschland seine Schwachstellen in den Griff bekommt. Eine stärkere sportliche Analyse könnte Lösungsansätze aufdecken. Die Inkonsistenzen der Mannschaft deuten auf die Notwendigkeit taktischer Anpassungen und größerer Flexibilität hin.
