19 June 2026, 22:05

Mörder flieht aus niedersächsischem Gefängnis – und wird in Italien gefasst

Flucht Löst Fragen aus: Mörder bekommt Tagesausgang - Wie kann das sein?

Mörder flieht aus niedersächsischem Gefängnis – und wird in Italien gefasst

Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter ist aus der Justizvollzugsanstalt Celle im niedersächsischen Peine geflohen. Benjamin F. nutzte während eines begleiteten Ausgangs die Gelegenheit zur Flucht und entkam mit einem Motorrad – ein Vorfall, der erhebliche Zweifel an der Sicherheit im Strafvollzug aufkommen lässt.

Benjamin F. verbüßte eine Haftstrafe wegen Mordes, als er untertauchte. Vor seiner Flucht waren ihm bereits 38 begleitete Ausgänge gewährt worden. Während seiner Flucht besuchte er seine Mutter in Vöhrum.

Die Behörden nahmen ihn etwa 24 Stunden später in Italien fest, nachdem er in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Der Vorfall löste scharfe Kritik der CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen aus, die die Entscheidungsgrundlagen für seine Beurlaubung infrage stellte.

In Niedersachsen können zu lebenslanger Haft verurteilte Mörder nach mindestens zehn Jahren Haftzeit um Ausgang oder Urlaub ersuchen. Für unbegleitete Aktivitäten oder kurzfristige Entlassungen verlängert sich die Wartezeit auf acht Jahre. Die Bewilligung stützt sich auf eine Verhaltensprognose, die das Flucht- oder Rückfallrisiko bewertet.

Die Flucht wirft Fragen nach den Sicherheitsvorkehrungen für Hochrisiko-Häftlinge auf. Benjamin F. befindet sich mittlerweile wieder in Haft. Die Behörden könnten nun die Kriterien für die Gewährung von Lockerungen bei verurteilten Mördern überprüfen.

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