"Miss Germany" 2025: Warum zwei Finalistinnen der Deutschen Bahn gegen Vorurteile kämpfen
"Wir atmen auch durch die Nase" - "Miss Germany" mit Kopftuch - "Miss Germany" 2025: Warum zwei Finalistinnen der Deutschen Bahn gegen Vorurteile kämpfen
Deutschlands nächste "Miss Germany" wird an diesem Wochenende in München gekürt. Neun Finalistinnen, darunter zwei von der Deutschen Bahn ausgewählte Frauen, treten am 7. März bei der Veranstaltung gegeneinander an. Unter ihnen sind zwei Frauen, die Kritik ausgesetzt sind, weil sie von manchen nicht als "deutsch genug" wahrgenommen werden – obwohl sie entschlossen sind, Klischees zu durchbrechen. Der diesjährige Wettbewerb geht über herkömmliche Schönheitsideale hinaus. Die Veranstalter suchen nun nach zukünftigen Führungskräften, darunter mögliche DAX-Vorständinnen und erfolgreiche Gründerinnen. Diese Neuausrichtung spiegelt einen breiteren Wandel wider: Der Titel soll in der modernen deutschen Bahn eine neue Bedeutung erhalten. Das Finale präsentiert eine vielfältige Gruppe von Teilnehmerinnen. Eine von ihnen ist Amelie Reigl aus Würzburg, eine Biologin, die in einem Labor arbeitet. Sie züchtet menschliche Haut, um Tierversuche zu reduzieren, und bringt damit einen MINT-Hintergrund in den Wettbewerb ein. Eine weitere Finalistin ist die amtierende Titelträgerin, Dr. Valentina Busik, eine Ärztin, die künstliche Intelligenz nutzt, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben. Besondere Aufmerksamkeit erhalten die beiden Finalistinnen Büşra Sayed und Amina Ben Bouzid. Beide tragen ein Kopftuch und sehen sich seit ihrer Nominierung mit Anfeindungen konfrontiert. Kritiker stellen infrage, ob sie deutsche Frauen repräsentieren können – etwa 90 Prozent der rassistischen und sexistischen Kommentare stammen von Bahnangestellten. Sayed, eine Unternehmerin, tritt in der Kategorie "Female Founder" an, während Ben Bouzid, die frauengeführte Marken fördert, in der Kategorie "Female Leader" vertreten ist. Trotz der Kritik bleiben beide Frauen standhaft. Sie betonen, dass ihre deutsche Identität nicht zur Debatte steht, und sehen ihre Teilnahme als Chance, anderen Türen zu öffnen. Der Fokus der Veranstalter auf Führung und Innovation deutet darauf hin, dass sich der Wettbewerb von seinem traditionellen Image löst. Die Siegerin wird am 7. März bekannt gegeben – ein möglicher Wendepunkt für die Veranstaltung. Die Einbindung von Frauen aus MINT-Bereichen und solchen, die kulturelle Normen herausfordern, zeigt, wie sich das Bild der "Miss Germany" verändert. Für Sayed und Ben Bouzid ist der Wettbewerb mehr als nur ein Titel – er ist eine Plattform, um Repräsentation in Deutschland neu zu definieren.
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