Mercedes-Benz ringt um 35-Stunden-Woche und Lohnkosten in Deutschland
Clara HartmannMercedes-Benz ringt um 35-Stunden-Woche und Lohnkosten in Deutschland
Mercedes-Benz steht unter Druck wegen der Arbeitskosten in Deutschland. Das Unternehmen räumt ein, dass seine strukturellen Ausgaben – insbesondere die Löhne – höher sind als bei der globalen Konkurrenz. Derzeit laufen Gespräche mit Gewerkschaftsvertretern über Effizienzsteigerungen und Arbeitszeiten.
Aktuell arbeiten die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten bei Mercedes-Benz eine 35-Stunden-Woche. Martin Brudermüller, Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens, setzt sich für eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ein, um Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Ergun Lümali, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, lehnt jedoch Pläne ab, die Arbeitszeit ohne zusätzliche Bezahlung zu verlängern. Er argumentiert, dass dies das Problem der unterausgelasteten deutschen Werke nicht löse. Lümali betonte zudem, dass mögliche Änderungen bei Löhnen oder Arbeitszeiten nur in Absprache mit der IG Metall und der Arbeitgebervereinigung erfolgen könnten – ohne deren Zustimmung seien Verhandlungen nicht möglich.
Trotz der Debatte finden derzeit keine offiziellen Gespräche über eine Abschaffung der 35-Stunden-Woche statt. Mercedes sucht weiterhin nach Wegen, die Effizienz zu steigern, und bleibt im Dialog mit den Arbeitnehmervertretern.
Das Unternehmen bestätigt, dass die deutschen Lohnkosten weiterhin eine Herausforderung darstellen. Jegliche Anpassungen bei Arbeitszeiten oder Gehältern müssten mit den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden vereinbart werden. Bis auf Weiteres bleibt die 35-Stunden-Woche bestehen, während die Diskussionen andauern.
